Grenchen

49 Meter lang und 19 Meter hoch: Ein Mega-Logo ziert schon das Dach des Velodrome

Das gibt es nur in Grenchen: Die Firma T-Rex malt zwei riesige Schriftzüge auf das Dach der Sporthalle. Das Projekt ist schweizweit einzigartig –und wetterabhängig. Das zeigte sich vor allem die letzte Woche.

«Gehen wir auf das Dach.» Marcel Hartmann, Chef der Grenchner Firma T-Rex für Werbung und Beschriftung steigt in die Kabine einer roten Hebebühne. Dann geht es langsam aufwärts. Über 20 Meter hoch. Während Grenchner Häuser und Autos immer kleiner werden, kommt das Dach des Tissot-Velodromes immer näher. Die Hebebühne macht einen kleinen Ruck. Dann hält sie über dem Dach des Gebäudes an.

Hier oben arbeitet das Team von Marcel Hartmann, bestehend aus Gerda Hüsler, Ernst Häusermann und Tania Conte, seit Ende Mai. Sie sind für ein schweizweit einzigartiges Projekt zuständig: Zwei riesige Logos. Die Schriftzüge «Tissot» und darunter «Velodrome» zieren das Dach. Insgesamt 49 Meter lang und 19 Meter hoch. «Das gibt es nirgendwo anders», erklärt Marcel Hartmann stolz.

Ein Logo dieses Ausmasses gibt es tatsächlich nur einmal in der Schweiz, und zwar hier in Grenchen. Genauer gesagt zweimal. Die die eine Hälfte des Daches ist schon beschriftet, die andere kriegt momentan einen identischen Schriftzug verpasst.

Das Tissot Velodrome hat eine neue Beschriftung erhalten

Das Tissot Velodrome hat eine neue Beschriftung erhalten

Wetterabhängiger Auftrag

Auf der Westseite des Daches steht bisher nur «Tissot» geschrieben. Der zweite Teil des Logos –«Velodrome» – fehlt noch. «Letzte Woche konnten wir kaum auf das Dach», erklärt Gerda Hüsler. Das geht nämlich nur bei gutem Wetter. Heisst: Es darf nicht winden, und für mindestens drei Stunden am Stück nicht regnen. Während dieser Zeitspanne ist die schwarze Farbe des Schriftzuges nämlich noch wasserlöslich. Tropft während dieser Zeit Wasser darauf, verschmiert die Farbe. Windet es während dem Aufmalen mit den grossen Rollen, verspritzt der Schriftzug ebenfalls.

An richtigen Hitzetagen sind die Arbeitsbedingungen aber auch nicht ideal: Laut Messgerät des Teams wird es bei starker Sonnenanstrahlung bis zu 75 Grad warm. Dann müsse man halt früh oder sehr später noch arbeiten. Man arbeite ja sowieso zu unregelmässigen Zeiten und eigentlich sieben Tage die Woche. Mit Freude. «Die Arbeit macht einfach Spass», sagt Hartmann. «Und kein Tag ist wie der andere», bestätigt Gerda Hüsler.

Mit der Beschriftung des Dachs des Velodromes werde man wohl in zwei Wochen ganz fertig. Eine fixe Deadline gibt es nicht. «Weil dieser Job halt total wetterabhängig ist», so der T-Rex Chef.

Genug «Büez» nebst Velodrome

T-Rex verschönert nicht nur das Dach des Velodromes. Auf drei Aussenwänden des Gebäudes haben sie das Logo in grossen Leuchtbuchstaben montiert. Und auch im Innern der Halle Werbetafeln und Schriftzüge installiert.

Zudem hat die Firma T-Rex noch ganz andere Aufträge. Auch wenn das Wetter zu schlecht ist, um auf dem Dach des Velodromes zu arbeiten; die Arbeit geht dem Team nicht aus.
So scheint es nicht allzu schlimm, dass das Wetter auch an diesem Tag nicht bessert. Und noch nicht am zweiten Schriftzug weitergearbeitet werden kann.

Also steigt das Team von T-Rex nach dem Rundgang über das Dach des Velodromes wieder in die Kabine der Hebebühne. Langsam und etwas ruckelig geht es wieder hinunter. Autos und Häuser werden wieder grösser, das Mega-Logo verschwindet aus dem Sichtfeld. Zu sehen ist es jetzt nur noch von Flugzeugen, die über das Velodrome fliegen – dafür in voller Grösse.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1