Skilift Untergrenchenberg
40 cm Schnee braucht es schon für den Start in die Skisaison

Wenn es weiter schneit, könnte es am 16. Dezember auf dem Untergrenchenberg losgehen mit der Skisaison.

Nadine Schmid
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Alle Jahre wieder: Bügel aushängen und einhängen.

Alle Jahre wieder: Bügel aushängen und einhängen.

Am 16. Dezember wird der Skilift auf dem Untergrenchenberg für die Saison 2017/2018 in Betrieb genommen, vorausgesetzt, es hat genug Schnee. «Es braucht ungefähr 40 cm Schnee. Wenn der Winter so positiv ausfällt wie der vergangene Sommer und Herbst, rechnen wir mit viel Schnee und einer super Saison», sagt Kommunikationsverantwortliche Pascale Ris.

«Unser Partnerskigebiet Adelboden-Lenk konnte bereits Mitte November den Betrieb aufnehmen. Es wäre allen Skibegeisterten zu gönnen, wenn die Pisten auf dem Grenchenberg wie geplant öffnen und ein durchgehender Skibetrieb zwischen Weihnachten und Neujahr möglich wäre.»

Geplant ist das gängige Programm, mit Nachtskifahren im Januar und Februar, Schulsportwochen und Skirennen. Mit einem Saisonabonnement vom Skilift Grenchenberg kann man zudem im Skigebiet Adelboden-Lenk die Tageskarte mit rund 40 Prozent Vergünstigung beziehen.

Mähen, putzen, reparieren

Eine Woche vor Saisonbeginn werden die Bügel aufgehängt und die Nachtbeleuchtung am Zubringerweg angebracht. Zu diesem Zeitpunkt sind die ersten Saisonabonnemente bereits verkauft. Bevor der erste Schnee liegt, muss zudem das zwei Meter hohe Schilf im Graben gemäht werden. Das wurde Anfang November gemacht.

Damit Pisten und Lift jeweils in tadellosem Zustand bleiben und alles reibungslos abläuft, sind aber noch viel mehr Arbeiten nötig, die das ganze Jahr über laufen. Nach Saisonabschluss werden zunächst alle Matten und Pistenmarkierungsmaterialien in den Estrich der Garage gebracht. Sobald der Schnee verschwunden ist, wird der ganze Skilifthang von Plastik, Abfall und Zigarettenstummeln befreit. «Auch die Löhne der Mitarbeitenden werden in dieser Zeit überwiesen. Weiter kommen Rechnungen ins Haus. Die Buchhaltung wird bis Mitte Jahr abgeschlossen», beschreibt Ris weitere Tätigkeiten.

Jährlich werden zudem Wartungsarbeiten an der Anlage vorgenommen: Die Rollen werden geschmiert, die Gehänge kontrolliert und wenn nötig saniert. Die Wartung des Pistenfahrzeuges wird mit der Stadt koordiniert. Aufräumarbeiten in der Garage und gelegentliches Streichen, Reinigen und Isolierungsarbeiten der Skilifthäuser gehören ebenfalls dazu.

Viel Freiwilligenarbeit

Wartungsarbeiten, welche nicht eine externe Fachkraft benötigten, würden mehrheitlich vom Verwaltungsrat an Arbeitssamstagen selber erledigt. Bei den Arbeiten würden sich auch immer wieder Angehörige und Freunde des Skiliftes ins Zeug legen.

Bis zur Generalversammlung Anfang November müssen ausserdem Jahres- und Revisorenbericht vorliegen. Danach sei es bereits wieder an der Zeit, die neue Saison mit allen Angeboten zu planen und genügend Personal, das vorgängig geschult werden muss, zu organisieren. «Langweilig wird es uns also nie», meint Ris. «Es ist je länger, je mehr von Bedeutung, dass mit allen Interessenvertretern auch unter dem Jahr ein guter Kontakt gepflegt wird und anstehende Themen besprochen werden. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Polizei, der Stadt, den Pächtern und der Bürgergemeinde ist sehr wichtig.»

Dadurch, dass sehr viele Eigenleistungen des Verwaltungsrates erbracht und immer mal wieder auch Materialspenden vorgenommen würden, würden die Kosten minimiert. Ris: «Der grösste Aufwand während der Saison betrifft die Personalkosten für den Skiliftbetrieb. Diese sind abhängig vom Pistenbetrieb und natürlich vom Wetter.»

Neues Pistenfahrzeug

Das neue Occasions-Pistenfahrzeug wird Anfang Dezember geliefert. Ris: «Vorerst wird das Fahrzeug für die nächste Saison gemietet. Diese Kosten sind durch den Gemeinderatsbeschluss gesichert, vorbehältlich natürlich des Gemeindeversammlungsbeschlusses.»

An der Generalversammlung vom 17. November wurde zudem der langjährige Betriebsleiter Tobias Freudiger geehrt und verabschiedet. Durch sein tatkräftiges Engagement der letzten 20 Jahre am Skilift hat er sich grosse Verdienste erworben. Abgelöst wird er nun von Luca Rauber, der den Betriebsleiterkurs bereits absolviert hat und neu auch in den Verwaltungsrat aufgenommen wurde. Freudiger wird seinen Nachfolger in der nächsten Saison einarbeiten und unterstützen.

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