Die Idee einer «Projektwoche Wald» sei während einer Weiterbildungsveranstaltung entstanden, erklärt Thomas Mikolasek, Schulleiter des Haldenschulhauses. Thema der Veranstaltung: «Wie führe ich eine Projektwoche durch.» Geplant war ursprünglich, die Projektwoche schon früher durchzuführen, aber mit der Einführung des Lehrplans 21 und anderen Belastungen der Lehrer- und Schülerschaft habe man beschlossen, die Projektwoche erst in der Woche vor den Herbstferien durchzuführen.

Zwanzig verschiedene Posten

Die rund 300 Kinder von der Einführungsklasse bis zur 6. Klasse absolvierten im Turnus während der ganzen Woche jeweils am Vormittag 20 Posten, die Hälfte im Wald, die andere Hälfte in oder rund ums Schulhaus. Im Halden wurde gestalterisch mit Naturmaterial gearbeitet: Die Schülerinnen und Schüler fabrizierten beispielsweise Mobiles aus Tannzapfen, Blättern, Federn und anderen Dingen, die sie im Wald fanden. «Wir haben so zum Beispiel der Werkunterricht in die Projektwoche integriert», sagt Mikolasek.

In speziellen Lektionen, die zum Teil auch draussen stattfanden, wurde den Kindern von den Lehrpersonen Fachwissen über die Tierwelt vermittelt, wie beispielsweise in Form eines akustischen Quiz: Welches Tier hat welche Stimme. Weiter wurden Steine bemalt oder die Kinder machten Musik mit Materialien aus der Natur.

Die Natur einbeziehen

Im Wald rund um die Holzerhütte sowie im Dälenwald beim Vita-Parcours wurde den Kindern in Gruppen viel Spannendes geboten. Da gab es zum Beispiel den Posten «Slackline», bei dem die Kids nicht nur erlernen konnten, wie man auf dem zwischen zwei Bäumen gespannten Band balanciert, sondern auch, wie man ein Seil überhaupt zwischen den Bäumen so spannen kann, dass es straff genug ist, um jemanden zu tragen.

Bei einem anderen Posten in einem abfallenden Waldstück erstellten die Kinder Kugelbahnen am Boden, auf denen sie Murmeln hinunterrollen lassen konnten. Hier war viel Fantasie gefragt, denn einerseits konnten sie bereits vorhandene Gräben, Wurzeln und Vertiefungen nutzen, andererseits diese selber mit Handschaufeln, Pflanzenscheren verbessern, ausbauen, mit Rindenstücken und Ästen Rampen und Seitenbegrenzungen einbauen und so weiter.

Wie mache ich ein Feuer, was für Pilze wachsen im Wald, worauf muss ich achten beim Schnitzen eines Holzstücks, dies und noch mehr waren weitere Themen an den verschiedenen Posten. Dazu legte man viel Wert auf Bewegung und Geschicklichkeit bei verschiedenen Spielen und Stafettenläufen. «Zwar war es zu Beginn der Woche ziemlich kalt am Morgen, aber schon am zweiten Tag haben sich die Kinder auch entsprechend angezogen. Wir hatten auch grosses Glück mit dem Wetter», sagt Schulleiter Mikolasek, der ein durchweg gutes Fazit von dieser Projektwoche ziehen könne, wie er sagt.