Weihnachtsaktion
292 Weihnachtspäckli für Osteuropa gesammelt

Die Evangelisch-methodistische Kirche Grenchen-Büren organisierte im Coop Supermarkt Grenchen die «Aktion Weihnachtspäckli». Insgesamt wurden dabei 292 Pakete für bedürftige Menschen in Osteuropa gesammelt.

Anna Meister
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Armin Meister freute sich sehr über die Hilfsbereitschaft der Leute

Armin Meister freute sich sehr über die Hilfsbereitschaft der Leute

Solothurner Zeitung

Wer samstags im Coop Supermarkt einkaufen ging, staunte nicht schlecht. Beim Eingang war ein Tisch aufgestellt, auf dem unzählige Pakete mit Geschenkpapier versehen wurden. Auf den ersten Blick wirkte es wie eine Geschenkaktion, bei der die Kunden ihre Weihnachtsgeschenke professionell einpacken lassen können. Tatsächlich aber war es die «Aktion Weihnachtspäckli» der Evangelisch-methodistischen Kirche Grenchen-Büren, die hier stattfand.

Mit Geschenken für Erwachsene und Kinder, gefüllt mit Lebensmitteln, Spielzeug, Schreibwaren und Hygieneartikeln, will die Evangelisch-methodistische Kirche Grenchen-Büren nach Osteuropa fahren und diese Pakete dort an Bedürftige verteilen. Insgesamt vier Hilfswerke sind bei dieser Aktion dabei: die Alpha Vision avc, die Christliche Ostmission, die Hilfe für Mensch und Kirche und «Licht im Osten».

Persönlich ausgeliefert

«Die Aktion läuft folgendermassen», erklärt Öffentlichkeitsarbeiter Armin Meister: «Interessierte Leute erhalten von uns einen Flyer, auf welchem steht, was in ein Paket gehört. Wir möchten den Leuten einheitliche Pakete bringen, das erleichtert die Arbeit am Zoll und es stellt sich keine Enttäuschung bei den Beschenkten ein. Die Kunden gehen dann in den Supermarkt die entsprechenden Dinge kaufen, bringen sie zu uns an den Stand und wir verpacken diese für sie.»

2010 konnten sie 21 Sattelschlepper füllen. Jedes einzelne Päckli werde persönlich ausgeliefert, so Meister weiter. «Nächste Woche werden alle Pakete, welche gesamtschweizerisch gesammelt werden, mit Sattelschleppern nach Osteuropa gebracht.» Stationen auf dieser Reise seien Moldawien, Albanien, Serbien, Montenegro, Rumänien, die Ukraine, Weissrussland und Bulgarien. Abnahmeschluss war diesen Sonntag.

Grenchner sind sehr hilfsbereit

Seit zehn Jahren organisiert Meister zusammen mit Pfarrer Hans Eschler die Aktion in Büren, in Grenchen seien sie dieses Jahr zum dritten Mal aktiv. Für den Coop Supermarkt hat er nur gute Worte übrig: «Filialleiter Bernhard Bickel gebührt ein besonderer Dank, dass wir hier sein dürfen.» Vom Wohlwollen der Grenchner ist er begeistert: «Die Leute springen auf die Aktion an, viele halten es für eine sehr gute Sache, was wir hier tun. Klar, einige Gegenstimmen gibt es auch, zum Beispiel, dass es in der Schweiz auch Armut gebe. In der Schweiz allerdings verhungert kein Mensch. In jenen Ländern schon.»

Sonntags kam dann die gute Nachricht: «In Büren und Grenchen kamen alleine 292 Pakete zusammen», freut sich Meister. «Ich bin sehr zufrieden und bedanke mich ausserordentlich für diesen tollen Tag.»

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