Bettlacher Fasnacht

250 Narren feiern das Comeback des Mooreballs am neuen Standort

Der Mooreball in Bettlach feierte erfolgreich sein Comeback am neuen Standort im Kakadu. Ein buntes Fasnachtsvolk feierte ausgelassen zur Musik von DJ Horse und der zwei Guggen.

Einmal mehr zeigten die Fasnächtler Kreativität: Als «Himugüegeli», Biene, Zebra, Mignion, Skelett, Piraten, Elfen, Indianer und Hexen trudelten sie zum Mooreball ein. Auf den ersten Blick womöglich besorgniserregend, da es immerhin gefährliche Meerestiere sind, erschien ein Hai-Rudel.

Von den eigentlich dreizehn Fischen, hatten sich nur elf eingefunden: Zwei waren, fasnächtlerisch ausgedrückt «ins Netz gegangen», auf Deutsch: «verhindert». «Die Idee für diese Kostümierung hatten wir, weil einer von uns Angst vor Haien hat», verrät ein Rudelmitglied.

Aus der Menge stach auch eine junge Frau heraus, die erst vor kurzem aus ihrem Erasmusaufenthalt zurückkehrte und ihre Begeisterung für das Land ausdrückte: Sie trug die holländische Tracht - ein schwarzes Kleid mit gemusterter Schürze und einer Haube.

Kleineres Lokal, tolle Stimmung

Zum ersten Mal seit der Gründung 1971 fand der Mooreball nicht in der St. Klemenz-Kirche statt. Dies aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Organisationsteam «Fönny-Mönday» und der Pfarrei (wir berichteten). Doch der Wechsel ins Music Center des Kakadus tat der guten Stimmung keinen Abbruch, obschon das Lokal ein wenig kleiner ist. Die 250 Fasnächtler liessen sich vom beschränkten Platz nicht beeindrucken; sie plauderten, tranken oder schwangen das Tanzbein. Der traditionelle DJ des Mooreballs, DJ Horse, legte zum Comeback der Bettlacher Fasnachtsparty rockige Musik auf.

Begeistern konnten auch die beiden Guggen «Schnabuwetzer» (Selzach) und «Krachwanzä» (Bettlach), die im Verlauf des Abends auftraten. Präsident des Vereins «Fönny-Mönday», Michael Bur, ist zufrieden: «Es war wunderbar», zieht er ein Fazit nach der Feier, die um drei Uhr beendet wurde. «Einzig schade ist, dass wir nicht in der Kirche bleiben konnten: Einerseits war es eine lange Tradition, andererseits gab es dort mehr Platz. Wir konnten nur 250 Leute einlassen.»

Bur fügt hinzu: «Doch wir fühlten uns im Kakadu sehr willkommen. Wie es weitergeht, wird sich noch zeigen: Wir werden sicher noch einmal mit den Verantwortlichen der Pfarrei zusammensitzen.»

Zwei Schweine «heimgetragen»

Der traditionelle Preis für das beste Kostüm, ein Spanferkel, ging in diesem Jahr an drei junge Herren, die die Idee des Mooreballs für ihre Verkleidung am Schopfe packten: Als Köche betraten sie mit einem Grill das Kakadu, über dem ein Plüschschwein hing, Holzscheite lagen bereits im Grill bereit. So konnten sie am Ende zwei Schweine mit nach Hause nehmen.

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