Flüchtlinge

150 neue Flüchtlinge: Stadt Grenchen bildet Task Force Asyl

Einer der ersten Flüchtlinge in der Zivilschutzanlage. Ohne die Anlage wäre das Aufnahmesoll der Stadt Grenchen noch viel grösser. (Archiv)

Einer der ersten Flüchtlinge in der Zivilschutzanlage. Ohne die Anlage wäre das Aufnahmesoll der Stadt Grenchen noch viel grösser. (Archiv)

Die Stadt Grenchen muss Stand jetzt im laufenden Jahr etwa 150 Flüchtlinge unterbringen. Unterkünfte zu finden, erweist sich aber als schwierig. Stadtpräsident François Scheidegger kündigt an, dass die Stadt eine Task Force Asyl bilden will.

Anlässlich der Gemeinderatssitzung vom Dienstag orientierte Sozialamtschef Kurt Boner über die aktuelle Situation an der Asyl- bzw. Flüchtlingsfront. Auch nach der Eröffnung des kantonalen Durchgangszentrums in der Geschützten Operationsstelle unter dem ehemaligen Spital muss die Stadt Stand jetzt im laufenden Jahr etwa 150 Flüchtlinge unterbringen. «Die Situation im Asylbereich ist dauernd im Fluss», sagte Boner.

Präzise Prognosen liessen sich nicht machen. Ohne Durchgangszentrum wäre das Aufnahmesoll noch höher, denn pro zwei Plätze im Durchgangszentrum sinkt das Kontingent für weitere Flüchtlinge um eine Person.

Man sei innerhalb der Sozialregion Oberer Leberberg mit den weiteren Mitgliedergemeinden Bettlach, Selzach und Lommiswil im Kontakt, doch die Suche nach geeigneten Wohnungen sei ausserhalb der Stadt noch viel schwieriger. Ideal wäre es, wenn das Sozialamt gleich ein ganzes Mehrfamilienhaus mieten könnte, meinte Boner am Rande der Gemeinderatssitzung.

Es sei auch klar, dass die vom Kanton ausgerichteten Pauschalen für die Betreuung der Flüchtlinge nicht genügten, sodass weitere Kosten auf die Sozialregion zukämen. Boner rechnet auch damit, dass im Gegensatz zu früheren Flüchtlingswellen rund 70 Prozent der Flüchtlinge hierbleiben. Stadtpräsident François Scheidegger kündigte an, dass die Stadt eine Task Force Asyl bilden will.

Marc Willemin für Heinz Müller

Der Gemeinderat hat ferner einige Mutationen genehmigt. Alexander Kohli (FDP) ist von seinem Amt als Ersatzmitglied Gemeinderat zurückgetreten, als neues FDP-Ersatzmitglied amtet Konrad Schleiss.

Ivo von Büren (SVP) wurde als Nachfolger des am 14. Januar überraschend verstorbenen Martin Ochsner als Delegierter der ARA Region Grenchen gewählt. Von Büren ist dafür als SVP-Vertreter der Arbeitsgruppe öffentlicher Verkehr zurückgetreten. Marc Willemin nimmt seinen Platz ein.

Willemin wird auch für den zurückgetretenen Heinz Müller in den Rat nachrücken. Er ist Baukommissions-Mitglied und war bereits während einer Legislatur im Gemeinderat. (at.)

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