Der Brand brach kurz vor 3 Uhr in dem als Restaurant und Bar geführten Lokal aus. Da beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute Rauch aus einem Lüftungsschacht unter dem Dach strömte, musste von einem Grossbrand ausgegangen werden. So wurde die gesamte Feuerwehr Grenchen mit 37 Feuerwehrleuten und sieben Fahrzeugen aufgeboten. Das Feuer war rasch unter Kontrolle.

20 bis 25 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude. 15 Personen mussten durch die Feuerwehr evakuiert werden. Niemand wurde verletzt. Weil der Rauch bis in die obersten Etagen des Gebäudes stieg, musste die Feuerwehr auch dort Personen evakuieren - teilweise wurden sie aus dem Schlaf gerissen.

Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle.

Die Feuerwehr hatte den Brand rasch unter Kontrolle.

Die Situation sei sehr unübersichtlich gewesen, erklärt Bruno Bider, Kommandant der Feuerwehr Stadt Grenchen, auf Anfrage. Es sei wie in einem Ameisenhaufen zu und her gegangen.

Durch die starke Rauchentwicklung und die Russablagerungen wurden weitere Räume neben dem albanischen Lokal beschädigt. Bei diesen Räumen kann nicht genau gesagt werden, von wem sie genutzt werden; geschweige denn, ob alles mit rechten Dingen zu und her geht.

Früher gab es regelmässig Probleme rund ums «Howeg-Gebäude. «Wir hatten fast jedes Wochenende Lärmklagen», so der Grenchner Polizeikommandant Robert Gerber auf Anfrage. In letzter Zeit sei es jedoch ruhiger geworden.

Die Polizei hat im Untergeschoss auch schon Kontrollen wegen illegalem Glücksspiel unternommen und Spielautomaten sichergestellt.

Stromausfall durch Brand

Durch den Brand entstand ein Sachschaden von insgesamt mehreren 10‘000 Franken. Die Brandursache ist noch unklar und wird untersucht.

Wegen des Brandes kam es im Lokal zu einem Stromausfall, die Telefonanlage wurde komplett zerstört. Dadurch fielen bei Otto's auch die Kassen aus.

Der Migros-Outlet kam glimpflich davon. «Ein Kabelbrand beeinträchtigte nur kurzfristig die IT», wie Reto Wüthrich, Mediensprecher der Migros Aare, auf Anfrage sagt. Die Verkaufswaren - darunter Textilien und auch Lebensmittel - wurden nicht beschädigt. Das stellte selbst die Lebensmittelkontrolle des Kantons Solothurn bei einem Besuch am Morgen fest. Der Outlet konnte pünktlich um 9 Uhr für die Kunden geöffnet werden.

Im Gebäude sind des Weiteren ein Judo Club, die Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft, die A&M Gipser GmbH und der Club Luxory untergebracht. Die Seniorenresidenz im ehemaligen Bürogebäude der Howeg war vom Brand nicht betroffen.

Der Grenchner Feuerwehr war am Montag kein ruhiger Nachmittag vergönnt. Zum Zeitpunkt des Gesprächs dieser Zeitung mit dem Kommandanten Bruno Bider wurde dieser über einen Wohnungsbrand im Bodenrain-Quartier informiert. Eine Wohnung in einem Hochhaus brannte. (ldu/om)