Leuzigen
120 Teilnehmende verwandeln Turnhalle in einen Tatort

120 Teilnehmende der Turnvereine Leuzigen setzten am Wochenende dreimal ihr Unterhaltungsprogramm in Szene. Das Motto lautete «Tatort Leuzigen» und gab dem Turnabend eine lustige Rahmenerzählung von Detektiven und Dieben.

Nadine Schmid
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Turnerabend Leuzigen
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Turnerabend Leuzigen

Hanspeter Bärtschi

Durch Nummern an diversen Geräten zeigten die über 120 Teilnehmenden ihre einstudierten Darbietungen. Mit Elan und Freude führten sie die Anwesenden durch den Premieren-abend. Dabei machten alle Turnvereine Leuzigens, von den jüngsten Mitgliedern – der Muki, bis zu den ältesten – der Männerriege – mit. Das Motto lautete «Tatort Leuzigen» und verpackte die Auftritte der Turner und Turnerinnen in eine erheiternde Rahmenerzählung: Im simplen Krimi ermittelten drei Mitglieder der Vereine zu Detektiven geworden, und suchten nach dem Dieb der gestohlenen alten Turnhalle. Dieses Thema griff die heisse Turnhallen-Diskussion wieder auf, welche letzten Endes den Bau der gewünschten neuen Doppelturnhalle Leuzigens genehmigt hatte. Diese steht inzwischen seit Mai 2012 zur Verfügung.

Drei Detektive stellten zwischen den einzelnen Aufführungen Nachforschungen an und fanden auf ihrem Weg in den verschiedenen Turngruppen Verdächtige und Helfer. Dabei regten die Dialoge der drei Ermittler nicht nur die Lachmuskeln an, sondern gaben auch den Turnern hinter dem geschlossenen Vorhang Zeit, die Bühne für den nächsten Auftritt vorzubereiten. Zu Beginn kam die Polizei an die Reihe, die sich, von der Muki repräsentiert, zuerst der Morgengymnastik widmete und anschliessend mit Spielautos Streife fuhr. Die eindrücklichste Nummer stellte wahrscheinlich der Turnverein nach der Pause auf die Reihe: Mit komplexen Figuren am Barren zeichneten sich die Turner durch ihre Schnelligkeit aus und versinnbildlichten dadurch eine Verfolgungsjagd.

Lange Tradition

Das inzwischen für Leuzigen traditionelle Unterhaltungsprogramm findet alle zwei Jahre im Herbst statt und wird dabei vom Damenturnverein organisiert. Jener hatte an diesem Anlass eine Doppelaufgabe: Neben den intensiven Barrennummern oder den Tänzen war man auch dafür zuständig, die Gäste zu bewirten. Für die diesjährige Aufführung wurde seit den Sommerferien in den einzelnen Vereinen und seit den Herbstferien in Zusatztrainings mit allen gemeinsam geprobt. Zunächst war die Nervosität gross, doch diese verwandelte sich schnell in Vergnügen. Diese war während der Darbietungen deutlich erkennbar.

Einige Überlegung

Die einzelnen Auftritte zeigten, dass sich die Partizipierenden etwas überlegt hatten: Die jeweiligen Verdächtigen und Helfer trugen passende Kleidung und untermauerten ihre Nummer mit stimmiger Musik. So sprang beispielsweise die Mädchenriege der Unterstufe als verdächtige «Aare-Piratä» mit Hüten und Schnauzbärten verkleidet über das Trampolin auf die Matte. Dabei wurden sie vom berühmten Fluch-der-Karibik-Thema begleitet. Die Mitglieder der Männerriege mussten in der Rolle als Sträflinge in Schwarz-Weiss- Kostümen sogar eine Zugabe geben, wobei sie mit Besen zu Elvis Presleys «Jailhouse Rock» über die Bühne tanzten. Am Schluss kamen noch einmal fast alle Teilnehmenden auf die Bühne. Es fehlten aufgrund der späten Stunde nur die jüngsten Teilnehmer, die bereits nach Hause gegangen waren. Der «Tatort Leuzigen« blieb am Ende ungelöst, sodass man sich laut den drei Detektiven mit der neuen Turnhalle zufrieden geben musste.

Das Ziel der gut zweistündigen Veranstaltung war es, einen vergnüglichen und abwechslungsreichen Anlass zu gestalten. Dass dies gelungen war, zeigte sich deutlich an der heiteren und guten Stimmung der Zuschauer.