Grenchen/Lengnau
11 943 Bewegungsstunden verhalfen der Stadt Grenchen zum Sieg über Lengnau

Im dritten Anlauf konnte Grenchen ein Gemeindeduell von schweiz.bewegt gewinnen. Die Spannung blieb bis zum Schluss. Ein knapper Vorsprung reichte schliesslich zum Sieg.

Kaspar Haupt
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Immer waren Helfende anwesend.

Immer waren Helfende anwesend.

Spannung pur, wie in einem Krimi, lag bis Mittwochabend in der Luft. Dies wegen des «schweiz bewegt»-Gemeindeduells Grenchen gegen Lengnau. Ganz besonders angespannt war OK-Präsidentin Susanne Saladin. Sie beschäftigte nur eine Frage: kann Grenchen den knappen Vorsprung an Bewegungsstunden halten? Ja, es konnte! Denn um 20.30 Uhr konnte eine glücklich strahlende OK-Präsidentin das Schlussresultat verkünden.

«Kaputt, aber happy»

Mit 11 943 zu 11 584 Bewegungsstunden hat Grenchen nun im dritten Anlauf mit knapp 359 Bewegungsstunden Vorsprung das Gemeindeduell gegen Lengnau für sich entschieden. Für Grenchen hätten sich 3778 Personen sportlich bewegt, in Lengnau waren es immerhin 2408 Teilnehmende. Geschafft sagte Susanne Saladin: «Das ist ein Highlight für mich, ich bin kaputt aber happy».

Stadtschreiberin Luzia Meister, die einzige Vertreterin der Stadtbehörden, gratulierte Susanne Saladin ganz herzlich, dem OK und vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr riesiges Engagement.

Gratulation aus Lengnau

Zum bewegenden Moment wurde das Überbringen der Grussbotschaft von Kurt Reifer, dem Lengnauer OK-Chef, mit seinen Assistentinnen Eveline Amacher-Renfer und Gaby Aeschbacher. Denn das war die offizielle Bestätigung, dass Grenchen das Gemeindeduell für sich entschieden hatte. Neidlos gratulierte Kurt Renfer Susanne Saladin zum Sieg. «Es war bis zum letzten Tag ein ungemein spannendes Duell», so Kurt Renfer. «Ein Wettkampf, der erst am letzten Tag entschieden wurde.» «Wir hätten schon gerne gewonnen», fügte Gaby Aeschbacher an, «und die Grenchner wären zu uns nach Lengnau gekommen, denn trotz der Niederlage sei in Lengnau ein kleines Fest im Gange.» Damit spielte Aeschbacher auf die paar wenigen Besucher an, die sich an der Smoothiesbar aufhielten.

Kinder und Jugendliche halfen

Dank des Bewegungsefforts am Mittwoch konnte die Führung aufrechterhalten bleiben. Auf dem Marktplatz kreisten ununterbrochen Velos und Trottinetts über einen Parcours. An gewissen Hindernissen mussten die Helferinnen immer wieder einspringen. Auch die Freunde des Pétanque spielten einige Partien fast unbeachtet auf dem schattigen Platz am oberen Marktplatz. Viele der Kleinen interessierte das Angebot der Kinderbewegungsfabrik, wie die IG Spielplätze ihr sportliches Engagement bezeichnete. Grosser Andrang herrschte auch beim Gewichtheber-Event. Betreut von Kurt Schenk Senior und Junior konnte man sich im Gewichtheben beweisen. Doch ein Grossteil der Jungen musste erkennen, dass das Ganze gar nicht so einfach ist, wie es aussieht. Den Schlusspunkt setzte der Tischtennisklub. Unentwegt spie ein Ballroboter Bälle auf die Platte. Oft fast zu schnell für die jungen Spieler, um den kleinen Ball richtig zu treffen.