Das Fischen sei gar nicht langweilig, wie oft angenommen wird, sondern spannend und erholsam. Erich Sutter, beginnt seine Rede über die Freuden eines Fischers. Ein Fischer, so Sutter, beschäftigt sich mit der Fauna und Flora der verschiedensten Gewässerarten.

Er kennt die Fische und ihre Verhaltensmuster, er lässt sich Zeit, die Gegebenheiten der Natur zu erkunden und findet Methoden, um die unsichtbaren Tiere aufzuspüren und in die Falle zu locken. Und wenn er doch keinen fängt, dann weiss er nie genau, ob es am Wetter, dem Köder oder doch an ihm selber gelegen hat. Besonders das Fischen im Nidau-Büren-Kanal sei nicht dasselbe wie in einem See oder Bach, denn die Bedingungen nach der 2. Juragewässerkorrektion seien schwieriger geworden.

Flammende Reden zur Fischerei

Erich Sutter ist der erste einer langen Reihe von Rednern, welche nach der Eröffnungsansprache von OK-Präsident Markus Wyss am Rednerpult erscheinen. Sowohl Peter Dasen vom Verband Seeländischer Fischereivereine wie Thomas Vuille vom Fischereiinspektorats des Kantons Bern gratulieren dem Fischereiverein Büren an der Aare und Umgebung in einer Ansprache zu ihrem 100 Jährigen Bestehen.

Vuille spricht vom Gründungsdatum 1912 und zitiert aus der Schweizerischen Fischereizeitung vergangener Tage. Peter Dasen hebt die Vorteile der Zugehörigkeit zu einem Verband hervor. Die Bürener Gemeinderatspräsidentin Claudia Witschi gratuliert im Namen des Gemeinderats und erzählt von ihren Erlebnissen mit der Fischerei, die sie nie mehr vergessen werde.

Peter Fiechter, Vizepräsident des Kantonalen Fischereiverbandes, hält die Schlussrede und ruft in Erinnerung, dass zu der Zeit der Vereinsgründung die Schweiz das Armenhaus Europas war. Die Fischer hatten damals die Aufgabe, dem Raubbau an den Fischbeständen entgegenzuwirken.

Die Aufgabe der Fischer

Von der Verantwortung der Fischer gegenüber der Pflanzen- und Tierwelt ist die Rede. Fischer setzten sich nicht nur für die heute wieder populäre Renaturierung von Gewässern ein, sondern überprüfen regelmässig die Fischbestände. Sie überwachen die Gesundheit der Tiere und das Funktionieren des ganzen Ökosystems Wasser. Dabei ist nicht immer alles so klar, wie man es gerne hätte. Fischer, so wird festgehalten, machen Lobbyarbeit für die Fische. Sie beeinflussen die Gesetzgebung und sind am Vollzug dieser beteiligt. Die Ausbildung von Jungfischern wird hervorgehoben, denn diese bilden die Zukunft der Fischerei.

Zur Auflockerung beginnt Edy Schenk, Komiker aus Langendorf, Witze aus dem Alltag zu erzählen. Über Politik, Regierung und das Volk. Sein Handorgelspiel begleitet später das Fischessen. Nach den Reden werden die Sinne der geladenen Gäste verwöhnt. Frittierte Felchen mit Tartar Sauce beglücken Gross und Klein. In guter Stimmung geniessen die Fischfreunde die Geselligkeit.