Abstimmung
Eine Mehrheit in Lüsslingen-Nennigkofen lehnt das Burkaverbot ab

Dreimal Nein: Das ist das Resultat der eidgenössischen Abstimmung in Lüsslingen-Nennigkofen. Hier finden Sie alle Details zu den Ergebnissen in der Gemeinde.

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So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Lüsslingen-Nennigkofen zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

So haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Lüsslingen-Nennigkofen zu den Vorlagen vom Sonntag entschieden.

(chm)

Lüsslingen-Nennigkofen hat Nein gesagt zum Verhüllungsverbot, und zwar mit 54.9 Prozent. Das ist der siebtgrösste Nein-Anteil im Kanton Solothurn. Das Resultat zum Verhüllungsverbot im Kanton Solothurn hiess 52.6 Prozent Ja. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 51.2 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 53 Prozent Nein zum Verhüllungsverbot, in den ländlichen gab es 59 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 55 Prozent Ja. Lüsslingen-Nennigkofen zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 50.2 Prozent Ja zum Verhüllungsverbot, in der Romandie hiess es 53 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 60 Prozent Ja. Die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

Zur Anti-Minarettinitiative, die sich wie das Burkaverbot gegen ein muslimisches Symbol richtete, hatte Lüsslingen-Nennigkofen 2009 noch Ja gestimmt (62.6 Prozent Ja). Im Vergleich dazu änderte die Gemeinde nun ihre Haltung zur Initiative. Der Umschwung beträgt 17.5 Prozentpunkte. Die Anti-Minarettinitiative aus SVP-nahen Kreisen war in der Schweiz im November 2009 mit 57.5 Prozent Ja-Stimmen befürwortet worden.

E-ID-Gesetz scheitert deutlich

Lüsslingen-Nennigkofen hat das E-ID-Gesetz deutlich abgelehnt. 60 Prozent stimmten Nein. Mit einem fast identischen Nein-Stimmenanteil von 60.2 Prozent lehnte auch der Kanton Solothurn die Vorlage ab. Das nationale Ergebnis war 64.4 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 65 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in den ländlichen gab es 64 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 63 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Lüsslingen-Nennigkofen haben das E-ID-Gesetz abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zum E-ID-Gesetz, in der Romandie hiess es 68 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 56 Prozent Nein.

Mehrheit gegen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien

Mit 54.1 Prozent Nein hat Lüsslingen-Nennigkofen das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien mit einem der deutlichsten Resultate im Kanton Solothurn abgelehnt. Kantonsweit wies die Gemeinde den neuntgrössten Nein-Anteil aus. Das Resultat zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien im Kanton Solothurn hiess 55 Prozent Ja. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 51.6 Prozent Ja.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 52 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in den ländlichen gab es 51.5 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Die meisten ländlichen Gemeinden, zu denen auch Lüsslingen-Nennigkofen zählt, haben das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien abgelehnt, nämlich rund 57 Prozent.

Beim Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 16 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 56 Prozent Ja zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indonesien, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 51 Prozent Ja. Die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

Mit 54.1 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Lüsslingen-Nennigkofen höher als im Kanton Solothurn (51.5 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 51.2 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.