Selzach

Das Rezept für die Selzacher Umgangspastete ist 60-jährig

Solothurner Spezialitäten gibt es bekanntlich nicht allzu viele. Von den wenigen hat sich aber die Selzacher Umgangspastete erhalten. Früher kam dieses fleischhaltige Blätterteiggebäck in jedem Bauernhaus nach familieneigenem Rezept auf den Tisch.

Heute wird die Pastete noch von der Bäckerei Dubach im Dorf angeboten. «Rund 70 Pasteten backe ich zweimal im Jahr», erzählt Bäckermeister Erich Dubach. «Das erste Mal am Freitag und Samstag nach Fronleichnam, das zweite Mal am Samstag nach dem 31. Oktober. Die Bevölkerung kann bei ihm die Pastete vorbestellen. Er bäckt sie nach einem Geheimrezept, das schon seit mindestens 60 Jahren unverändert geblieben ist. So lange befindet sich nämlich die Bäckerei an der Dorfgasse im Besitz der Familie Dubach.

Bei der SelzacherUmgangspastete wird auf einen kreisrunden Blätterteigboden eine Schweinefleischmasse verteilt. «Es sind Stücke vom Hals, die nach unserem hauseigenen Rezept gebeizt werden.» Nur so viel verrät Dubach. Die Masse wird sorgfältig auf eine Teighälfte verteilt. Danach wird die andere Teighälfte umgeklappt. Die Pastete wird mit Ei bestrichen und geht dann für etwa 45 Minuten bei 230 Grad in den Ofen.

Die gebeizte Fleischmasse und der luftige Blätterteig sorgen für einen unvergleichlichen Geschmack. «Dazu ist etwas Salat oder Gemüse mit einem feinen Weisswein genau das Richtige», erklärt Marlies Dubach. Die Selzacher Pastete erfreue sich bei den Kunden grosser Beliebtheit, erklärt sie weiter. «Viele sind auch Heimweh-Selzacher, die bei uns die Spezialität bestellen.

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