Schweiz

Wegen Coronavirus: Bund gibt zusätzliche Millionen frei für Ausbau der Photovoltaik

Photovoltaikanlage auf den Dächern der Verteilbetriebe der Migros in Neuendorf.

Photovoltaikanlage auf den Dächern der Verteilbetriebe der Migros in Neuendorf.

Aufgrund der Coronapandemie stellt der Bund kurzfristig zusätzliche Fördergelder von 46 Millionen Franken aus dem Netzzuschlagfonds bereit. Damit soll der Ausbau der Photovoltaik aufrecht erhalten werden.

(sat) Wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Montag mitteilte, ist die Zahl der Installationen und Anmeldungen für neue Anlagen in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr zwar stark gestiegen. Doch nun drohe sich der Markt ab April wegen der Coronakrise abzuschwächen.

Die gute Liquidität des Netzzuschlagfonds lasse die zusätzliche Ausschüttung zu. Von der Massnahme profitieren sollen laut Uvek neben den Projektanten auch das einheimische Planungs- und Installationsgewerbe. Durch die zusätzlichen 46 Millionen Franken rechnet der Bund damit, dass die Warteliste für grosse Photovoltaikanlagen komplett abgebaut werden kann. Neue Gesuche sollen damit innert drei Monaten beantwortet werden. Bei kleinen Anlagen sollen die Betreiber bis Ende Jahr eine Zusicherung ihres Förderbeitrags erhalten. Für Neuanmeldungen rechnet das Uvek mit Wartefristen von noch neun Monaten.

Der Netzzuschlagsfonds wird gespiesen aus einem Zuschlag auf den Strompreis. Damit tragen alle Endverbraucher zur Förderung der erneuerbaren Energien bei. Der Zuschlag ist auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde Strom begrenzt. Mit dem aktuellen Stromverbrauch stehen damit laut Angaben von Prenovo, der mit der Abwicklung der Fördergelder beauftragten Firma, maximal knapp 1,4 Milliarden Franken als Fördermittel zur Verfügung.

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