Medienkonferenz

Was führt SVP-Nationalrat Roger Köppel im Schilde? Einladung gibt Anlass zu Spekulationen

Roger Köppel gibt am Donnerstag eine Pressekonferenz.

SVP-Nationalrat Roger Köppel lädt am Donnerstag zur Medienkonferenz ein. Tritt er zurück oder kandidiert er für den Ständerat? Die Hintergründe der Einladung bleiben noch im Dunkeln.

Der Titel der am Mittwoch verschickten Einladung klingt so martialisch wie vielversprechend, vor allem aber gibt er Anlass zu Spekulationen: «EU-Geheimplan gegen die Schweiz und die Konsequenzen für meine politische Tätigkeit». Der Zürcher SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel lädt die Medien am Donnerstagvormittag in ein Zürcher Hotel. Warum er so kurzfristig eine Medienkonferenz anberaumt, blieb im Dunkeln.

Sein Büro lieferte dazu keine näheren Angaben, Köppel selbst liess entsprechende Nachfragen unbeantwortet. Auch angefragte SVP-Politiker wollten sich nicht dazu äussern oder gaben sich zumindest überrascht. «Ich weiss wirklich von nichts», erklärte etwa Gregor Rutz, Zürcher Nationalrat und Vizepräsident seiner Kantonalpartei.

Was hat Köppel mitzuteilen, wenn er am ersten Arbeitstag des Jahres über die «Konsequenzen für meine politische Tätigkeit» informiert? Kandidiert der 2015 bestgewählte Nationalrat des Landes im Herbst 2019 für den Ständerat? Will Köppel publikumswirksam über seine Tätigkeit als Präsident des Komitees «EU-No» informieren? Oder gibt er gar bekannt, dass er sich bereits wieder aus der institutionellen Politik zurückzieht?

«Das würde mich gar nicht mal überraschen», sagt ein SVP-Parlamentarier hinter vorgehaltener Hand. In der Rolle des Verlegers sei und bleibe Köppel eben freier als in jener des Parlamentariers. (sva)

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