Isler-Areal
«Vorbildlicher Masterplan»

Der Masterplan wurde zur Kenntnis genommen, der Planungskredit für die Erstellung eines Gestaltungsplanes fürs Isler-Areal gesprochen. Jedoch erst nach heftiger Diskussion.

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Aargauer Zeitung

Andrea Weibel

Sandra Lehmann (Freis Wohle) und Corinne Manimanakis (SP) lobten den Masterplan für das Wohler Ortszentrum als vorbildlich und sprachen ihm wegweisenden Charakter zu. Auch den Kredit von 120 000 Fr. für den Gestaltungsplan, der die Überbauung des Isler-Areals regelt, hiessen beide Fraktionen gut.

Anders sah dies Benno Kohli (FDP). Er stellte einen Abänderungsantrag für den Planungskredit für das Isler-Areal. «Ich war von Beginn an dabei, doch das Angebot von den drei Wohler Architekten, zu denen auch ich gehöre, ist nie beachtet worden», sagte er. Dagegen sollten jetzt zwei Architektenteams gegeneinander antreten. «Der Kredit ist massiv zu teuer. Und so kann es keinen fairen Wettkampf geben», erklärte Kohli. Daher beantragte er eine Senkung des Kreditrahmens von 120 000 auf 60 000 Fr.

Qualität erzeugt Kosten

Auch Jean-Pierre Gallati (SVP) war entsetzt über den hohen Kreditrahmen. «Wie kann denn ein Gestaltungsplan so teuer sein wie ein ganzer Zonenplan?», fragte er. Wohlen sei keine Luxusgemeinde. Bauverwalter Marcel Wegmann erklärte die hohen Kosten mit der erforderlichen Qualität. Ein Gestaltungsplan könne nicht mit dem Zonenplan verglichen werden. «Ausserdem können Ideen von aussen sehr befruchtend sein», fand er.

Sandra Lehmann wäre zufrieden, wenn gespart werden könnte, doch der Gestaltungsplan sollte endliche Form annehmen, man habe lange genug gewartet. Johannes Siebenmann (EVP) bekräftigte dies: «Es ist eine ausgezeichnete Vorlage, und Wohlen hat sein Geld bereits wesentlich dümmer ausgegeben.» Der Antrag um Halbierung des Kredits wurde mit 22 zu 14 Stimmen abgelehnt.

Nun stellte Peter Tanner (SVP) den Antrag, den Planungskredit gänzlich zu streichen, da es reine Geldverschleuderung sei. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt, genauso wie der Folgeantrag Tanners, eine Volksabstimmung über die 120 000 Fr. zu machen.

Am Ende wurde der Masterplan mit 35 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung zur Kenntnis genommen. Die Bewilligung des Kredites für den Gestaltungsplan des Jacob Isler-Areals wurde mit 25 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen.

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