Basel

Verwirrter löst Alarm am Euro-Airport aus: Flughafen muss teilevakuiert werden

Ein verwirrter Schweizer umging am Dienstag am Euro-Airport die Sicherheitskontrolle und löste einen Alarm aus. Der Flughafen wurde teilevakuiert.

Ein etwa 50-jähriger Schweizer sorgte am Dienstag am Flughafen Basel-Mulhouse für reichlich Aufruhr. Der verwirrte Mann entging gegen 12.45 Uhr der Sicherheitskontrolle am Euro-Airport (EAP), indem er durch einen Notausgang vom öffentlichen Bereich in den Abflugbereich gelangte. Dadurch wurde der Alarm ausgelöst, sagte EAP-Sprecherin Vivienne Gaskell gegenüber dem Onlineportal «blick.ch».

Die französische Polizei und das Militär reagierten sofort und durchsuchten den Flughafen nach dem Eindringling. Da der binationale Flughafen komplett auf französischem Boden liegt, ist Frankreich sowohl für den Flugbetrieb als auch für die Sicherheit zuständig. Der Abflugbereich wurde umgehend geräumt und die rund 900 Passagiere, die sich schon am Gate befanden, mussten zurück in die Abflughalle gebracht werden.

Rund eine Stunde durchsuchten die Sicherheitskräfte den Flughafen. Kurz nach 14 Uhr kam dann die Entwarnung. Der Mann wurde gefunden und wurde von der Polizei weggebracht, wie Gaskell berichtete. Der Schweizer sei verwirrt aber ungefährlich, wie eine Sprecherin der Préfecture du Haut-Rhin gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Er sei unbewaffnet gewesen.

Kurz darauf wurden die Gates wieder geöffnet. Die wartenden Passagiere durften die Sicherheitskontrolle passieren. «Aus Sicherheitsgründen» mussten auch diejenigen Passagiere, die sich vor dem Zwischenfall schon am Gate befunden haben, ein zweites Mal die Kontrolle durchlaufen. Sechs Maschinen hoben wegen des Zwischenfalls mit etwa einstündiger Verspätung ab, ein Flug nach Wien wurde ganz gestrichen. Ankommende Flüge seien jedoch nicht von dem Vorfall betroffen gewesen. (sda/bz)

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