Pünktlichkeit

Verspätungen bei der SBB haben sich 2019 gehäuft

Die SBB hatten im letzten Jahr öfters mit Verspätungen zu kämpfen. Das bestätigt nun auch die Statistik. Besonders viel Geduld brauchten Reisende im Oktober und November.

Die beiden Monate seien die unpünktlichsten der SBB seit 2012 gewesen, räumte SBB-Programmleiter David Fattebert laut Mitteilung ein. Insgesamt erreichten vergangenes Jahr 89,5 Prozent der Reisenden ihr Ziel pünktlich. Gegenüber 2018 entspricht das einem Rückgang von 0,6 Prozentpunkten. Über die neuen Zahlen berichteten am Montag die Tamedia-Zeitungen.

Verspätungen auf dem Schweizer Schienennetz häufen sich.

Verspätungen auf dem Schweizer Schienennetz häufen sich.

Auf den ersten Blick sind die Zahlen unspektakulär. Doch der Schein trügt. Die Reisenden waren deutlich unzufriedener. Die Anzahl Reaktionen sei gegenüber 2018 um mehr als ein Drittel angestiegen, sagte Fattebert weiter. «Die SBB entschuldigt sich bei den betroffenen Reisenden.» In einigen Region sank die Pünktlichkeit im Oktober und November auf unter 80 Prozent.

Die Hauptursachen für Verspätungen waren die Planung von Baustellen und Fahrplänen, Störungen am Rollmaterial, nicht genügend Fahrzeuge und zu wenig Lokpersonal.

Reisende müssen auch in diesem Jahr mit Verspätungen rechnen. Die Betriebslage bleibe angespannt, sagte Fattebert. 2020 führten die SBB nochmals mehr Bauarbeiten aus. Die Engpässe beim Lokpersonal und bei den Zügen würden sich erst 2021 entspannen. (rwa) 

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