Der Helikopter eines privaten Schweizer Transportunternehmens war auf dem Flug von der Leutschach- zur Kröntenhütte abgestürzt. Die Maschine des Typs Eurocopter AS350 krachte gegen 9.15 Uhr bei schönem Wetter beim Landeanflug gut 400 Meter von der Hütte entfernt in unwegsamem Gelände in eine Kuppe und ging in Flammen auf. Vier Männer aus Uri - der Pilot, zwei Flughelfer und ein Monteur - starben.

Laut dem am Dienstag von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) publizierten Schlussbericht kam es mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Unfall, weil der Pilot nach Problemen wegen einer Überlastung der Hydraulikservos ("servo transparency") in einer Rechtskurve und nahe dem Gelände die Kontrolle über den Helikopter verlor.

Die risikobehaftete Flugtaktik des Piloten habe zur Entstehung des Unfalls beigetragen, heisst es im SUST-Bericht weiter. Der Pilot war 33 Jahre alt. Er galt als erfahren.

Das Phänomen der Überlastung von Hydraulikservos bei Helikoptern in bestimmten Flugsituationen ist bekannt. Dabei schafft es die Hydraulik nicht mehr, Steuerinputs auf die Rotorblätter zu übertragen. Dies, wenn die Lasten auf dem Rotor grösser sind als die Kräfte der Hydraulik. Eine Steuerung ist dann nur noch mit grosser Kraftanstrengung möglich. Um das Problem zu beheben, müssen Piloten unter anderem das Tempo drosseln.

Aufgrund der vorliegenden Fakten sei davon auszugehen, dass der Pilot mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Heftigkeit des Phänomens überrascht worden sei, schreibt die SUST. Dessen Entscheid, dem Gelände im Tiefflug und in einer beschleunigten Rechtskurve weiter zu folgen, zeige, dass der Pilot die Gefahr speziell in einer Rechtskurve und nahe am Gelände nicht erkannt habe.

Die SUST beruft sich in ihrer Analyse unter anderem auf die Topographie, Flugaufzeichnungen und Berechnungen zur Flugmasse und Dichtehöhe. Zudem hatten Zeugen den Absturz beobachtet.