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Tempo-50-Schilder sollen verschwinden

Im Rahmen des Projekts «Verwesentlichung der Verkehrsregeln» will das Bundesamt für Strassen 20 Prozent der heute geltenden Verkehrs- und Signalisationsvorschriften streichen. Unter anderem soll das Tempo-50-Schild verschwinden.

Das Bundesamt für Strassen arbeitet derzeit an der Totalrevision der Verkehrsregeln und Signalisationsverordnung. Das Verkehrs-Grossprojekt trägt den Titel «Verwesentlichung der Verkehrsregeln», wie «10 vor 10» berichtet.

Ziel der Gesetzesrevision sind 20 Prozent weniger Signal- und Verkehrsregeln. «Die Regeln und die Signalisierung werden so einfacher und übersichtlicher», sagt Thomas Rohrbach vom Bundesamt für Strassen, Unübersichtliche Sachen sollen verschwinden.

Verschwinden werden auch zahlreiche bekannte Verkehrssignale, darunter das Signal für Schleudergefahr oder Steinschlag. Auch die Hinweistafeln «Gottesdienst» und «Radio-Verkehrsinformation» sind im neuen Verkehrsplan nicht mehr vorgesehen – ebenso wenig das Schild «Fussgängerstreifen».

Innerorts nur noch Ortstafel

Brisant ist auch der Plan, auf die Tempo-50-Schilder zu verzichten. Die übliche Innerorts- Geschwindigkeit soll in Zukunft ab der Ortschaftstafel gelten.

Das Bundesamt für Strassen ist sich bewusst, dass die Aufhebung der Tempo 50 Schilder eine heikle Angelegenheit sei, wie Thomas Rohrbach sagt: «Wenn diese Änderung kommen sollte, geht das natürlich nicht von heute auf morgen. Es bräuchte eine Übergangsfrist von fünf oder sechs Jahren.»

Bei Lichtsignalen will man zudem in der ganzen Schweiz auf das umstrittene Vollgrün verzichten. Sämtliche Anlagen sollen saniert und mit Richtungspfeilen ausgestattet werden.

Zur geplanten Gesetzesrevision wird Ende Jahr eine breite Anhörung stattfinden. Der Bundesrat soll dann im Jahr 2011 darüber entscheiden. (rsn)

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