Syrien

Syrien: Schweiz untersucht Giftgas-Proben der UN-Inspektoren

UNO-Mitarbeiter suchen in Syrien nach Spuren von Giftgas.

UNO-Mitarbeiter suchen in Syrien nach Spuren von Giftgas.

Das Labor Spiez untersucht mutmassliche Giftgas-Proben aus Syrien. Ein Teil der von den UN-Inspektoren sichergestellten Boden-, Blut-, Urin- und Haarproben wurden Anfang Woche aus der syrischen Hauptstadt Damaskus via Den Haag angeliefert.

Das Labor Spiez gehört zu den 20 Vertrauenslabors der Organisation für ein Verbot chemischer Waffen (OPCW), unter deren Leitung die brisante Analyse durchgeführt wird. Die Untersuchung soll klären, ob in der Nacht auf den 21. August in Vororten von Damaskus tatsächlich chemische Waffen zum qualvollen Tod von über 1400 Menschen geführt haben, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. 

Das Labor Spiez will seine Beteiligung an der Untersuchung weder bestätigen noch dementieren: «No comment», sagt Sprecher Andreas Bucher. Auch die UNO in New York gibt sich zugeknöpft: «Wir sagen nicht, welche Labors an der Untersuchung beteiligt sind, damit die Experten ohne Ablenkung arbeiten können», sagt Martin Nesirky, Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

Neben Spiez sind drei weitere europäische Labors an der Untersuchung beteiligt, darunter ein schwedisches Labor und laut «Süddeutsche Zeitung» ein deutsches Bundeswehr-Labor. Nicht involviert sind Institute in Frankreich und Grossbritannien, da diese Länder zu den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats gehören. Die Resultate der Analyse werden entscheidend sein, wenn der US-Kongress nächste Woche die Syrien-Resolution behandelt, die US-Präsident Barack Obama grünes Licht für einen Militärschlag gegen das Assad-Regime geben soll. «Wann die Untersuchung der Proben abgeschlossen ist, können wir nicht sagen», sagt UN-Sprecher Nesirky.

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