Gesundheit

So will Susanne Hochuli Patienten schützen – künftig auch als Nationalrätin?

Susanne Hochuli wird auf 2018 oberste Patientenschützerin der Schweiz: «Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, was für ihn gesund ist.»

Susanne Hochuli wird auf 2018 oberste Patientenschützerin der Schweiz: «Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, was für ihn gesund ist.»

Susanne Hochuli ist die designierte oberste Patientenschützerin der Schweiz. Im Interview erklärt sie, wie wir unsere Gesundheit im Auge behalten können – und ob sie sich für den Nationalrat aufstellen lassen will.

Alt Regierungsrätin Susanne Hochuli ist zurück, nicht nur von ihrer Reise durch Europa, sondern auch auf der Politischen Bühne. Sie wird auf Anfang 2018 Präsidentin der Schweizerischen Stiftung SPO für Patientenschutz und löst in dieser Funktion Margrit Kessler ab, die nach 18 Jahren im Amt zurücktritt.

Frau Hochuli, Sie übernehmen das Präsidium der Schweizerischen Stiftung für Patientenschutz. Was reizt Sie an der Aufgabe?

Susanne Hochuli: Als Gesundheitsdirektorin des Kantons Aargau sammelte ich viel Erfahrung im Gesundheitswesen. Für mich stand dabei stets der Mensch im Zentrum. Das neue Amt ist daher eine gute Weiterführung meiner einstigen Tätigkeit. Zudem wird Patientenschutz, beziehungsweise die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung wichtiger.

Warum?

Die Leute müssen befähigt werden, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich bewusst zu werden, wie sie sich im Gesundheitswesen bewegen wollen. Dabei geht es beispielsweise darum, ob sie einfach hinnehmen, was ihnen ein Arzt sagt. Oder ob sie Leistungen nur darum konsumieren, weil sie dafür Krankenkassenprämien bezahlen und davon etwas haben wollen.

Sie wollen also die Bevölkerung in Sachen Gesundheit weiterbilden?

Jeder Mensch sollte sein eigener Spezialist für seine Gesundheit sein. Dabei steht nicht nur im Zentrum, sich im Internet Informationen zu beschaffen. Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, was für ihn gesund ist.

Wollen Sie als oberste Patientenschützerin vermehrt Verständnis für die Zusammenhänge des Gesundheitswesens wecken? Oder in erster Linie Anlaufstelle für Patienten bleiben, die Opfer eines Kunstfehlers geworden sind?

Es entspricht dem grünen Gedankengut, gesamtheitlich zu denken. Daher will ich die Gesundheitskompetenz der Leute stärken. Patientenschutz beginnt nicht erst dann, wenn es einem schlecht geht. Aber es braucht eine Anlaufstelle, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Ihre Vorgängerin, Margrit Kessler, sass im Nationalrat. Ist dies für Sie auch eine Option, die Anliegen des Patientenschutz in Bern zu vertreten?

Ich habe das SPO-Präsidium um der Sache willen übernommen. Darüber hinaus habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

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