Das Staatssekretariat für Migration (SEM) sei an den langfristigen Ergebnissen interessiert, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation. Sollten die Erfahrungen in Dänemark und Norwegen positiv sein, werde das SEM prüfen, ob solche Kurse in den Bundeszentren durchgeführt werden könnten.

Erkundigt hatte sich SP-Nationalrätin Silvia Schenker (BS). Sie hält fest, solche Kurse könnten Asylsuchenden helfen, für sie fremdes Verhalten richtig einzuordnen. Der Bundesrat pflichtet dem bei: Sensibilisierung in diesem Bereich sei wichtig und betreffe nicht nur Asylsuchende, schreibt er.

Heute erhalten Asylsuchende bei ihrer Ankunft im Empfangs- und Verfahrenszentrum ein Informationsblatt. Auch führt das SEM zusammen mit den Betreuungsunternehmen Informationsveranstaltungen durch. Dabei gehe es um das allgemeine Verhalten in der Schweiz, besonders um das angemessene Verhalten gegenüber Frauen und Mädchen und die im Zentrum geltenden Regeln, schreibt der Bundesrat.

Das SEM prüft zurzeit die Möglichkeit, die Veranstaltungen zu standardisieren, um dieses und andere Themen systematisch angehen zu können. Bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen sind die Kantone für Integrationsmassnahmen zuständig.