Schweiz

Schweizer und deutsche Parlamentarier werben für offene Grenzen

Menschen sprechen miteinander durch einen Zaun an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland in Kreuzlingen.

Menschen sprechen miteinander durch einen Zaun an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland in Kreuzlingen.

Der Ruf nach einer Wiedereröffnung der Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz wird lauter. Nach Handelskammern fordern nun auch Parlamentarier der beiden Länder eine «zeitnahe Lockerung».

(dpa/gb.) Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus der Schweiz und Deutschland haben sich angesichts der Coronakrise für Solidarität, Zusammenarbeit und offene Grenzen zwischen beiden Ländern ausgesprochen.

In einer gemeinsamen Erklärung der Präsidentin der Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag, Nationalrätin Céline Widmer (SP/ZH), und dem Vorsitzenden der Deutsch-Schweizerischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Felix Schreiner (CDU), wird unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens eine «zeitnahe Lockerung der Einreisebeschränkungen» verlangt.

Virus spricht keinen Dialekt

Die Erklärung wurde am Montag veröffentlicht. Darin heisst es weiter: «Die Corona-Krise hat sich in vielerlei Hinsicht auf die Menschen im deutsch-schweizerischen Grenzraum ausgewirkt. Durch die Kontrollen des grenzüberschreitenden Personenverkehrs wird uns bewusst, wie sehr unsere beiden Länder insbesondere in der Grenzregion wirtschaftlich, gesellschaftlich und sozial miteinander verbunden sind.»

CDU-Politiker Schreiner erklärte ergänzend: «Wir dürfen im Kampf gegen die Pandemie nicht nachlassen. Aber wir müssen das in der Grenzregion gemeinsam tun – mit Nachdruck und abgestimmten Regeln, aber ohne Grenzschliessung.» Und: «Ein Virus spricht nicht schwyzerdütsch, badisch oder alemannisch, das Risiko ist inzwischen überall gleichermassen. Gerade deshalb braucht es nun gemeinsame Initiativen und eine vollständige Grenzöffnung.» Ziel sei die vollständige Normalisierung der Situation an der deutsch-schweizerischen Grenze, werden Schreiner und SP-Nationalrätin Widmer in Medienmitteilungen zitiert.

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