«Ernsthafte Menschenrechtsverletzung»

Schweiz liefert keine Skilifte - jetzt tobt Nordkoreas Diktator Kim

Weil die Schweiz dem nordkoreanischen Diktator keine Skilifte liefern will, wirft Kim Jong Un unserem Land nun vor, ernsthaft gegen die Menschenrechte zu verstossen und die koreanische Bevölkerung zu diskriminieren.

Atom-Waffen und hochtechnisierte Raketen: für Nordkoreas Diktator Kim Jong Un ist das alles kein Problem.  Schwieriger wird es, wenn der Kim ein Ski-Resort haben will. Einen Skilift zu bauen, das überfordert seine Untertan bei weitem.

Die Schweiz hätte in die Bresche springen sollen und den Lift liefern. Doch der Bundesrat macht dem Deal in letzter Sekunde einen Strich durch die Rechnung. Er verschärfte die Exportbestimmungen und verbot die Ausfuhr. Zuvor hatten schon Frankreich und Österreich nicht liefern dürfen.

Jetzt tobt der Diktator, ja, er wittert sogar er eine ernsthafte Menschenrechtsverletzung. Die erneute Ablehnung sei ein «ernsthafter Verstoss gegen die Menschenrechte, der Sport politisiert und die koreanische Bevölkerung diskriminiert», zitiert die «Washington Post» die nordkoreanische Nachrichtenagentur Korean Central News Agency.

Kim will ein Luxus-Skiresort

Damit wird Diktator Kim, der während seiner Schulzeit in der Schweiz das Skifahren lieben gelernt hat, weiter auf sein Hobby verzichten müssen. Wie es mit dem geplanten Luxus-Skiresort weitergeht, ist nicht bekannt.

Die Lifte hätten ins Skigebiet am 768 Meter hohen Masik-Pass (Masikryong-Gebirge) geliefert werden sollen, einem Propaganda-Projekt der nordkoreanischen Regierung. Das Vorhaben gilt als Gegenprojekt zu den Olympischen Winterspielen, die 2018 in Südkorea stattfinden sollen.

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