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Schnee in der Nord- und Ostschweiz sorgt für Verkehrsbehinderungen

Im Schweizer Luftverkehr kommt es wegen starken Schneefalls zu Flugausfällen und grossen Verspätungen (Symbolbild)

Im Schweizer Luftverkehr kommt es wegen starken Schneefalls zu Flugausfällen und grossen Verspätungen (Symbolbild)

Während sich die Bewohner der westlichen Schweiz am Donnerstag an winterlichem Sonnenschein erfreuen konnten, behinderten Schneefälle in den östlichen und nördlichen Landesteilen den Strassen- und Luftverkehr. Der Flughafen Basel musste gar gesperrt werden.

Der EuroAirport stellte am Donnerstagabend den Flugbetrieb ein. Starts und Landungen seien bis voraussichtlich um 5 Uhr am Freitagmorgen nicht möglich, hiess es auf der Website des Flughafens.

Am Flughafen Zürich mussten die Reisenden Verspätungen von 20 bis 90 Minuten in Kauf nehmen. 15 Abflüge und 18 Ankünfte wurden wetterbedingt annulliert, wie ein Flughafensprecher sagte.

Thurbo-Zug rammt Schneepflug

Zwischen Winterthur-Grüze und Elgg rammte am Mittag ein Thurbo-Zug einen Schneepflug, der sich aus noch ungeklärten Gründen auf den Gleisen befand. Verletzt wurde niemand, wie eine SBB-Sprecherin auf Anfrage sagte. Der Schaden, der an der Thurbo-Lokomotive entstand, konnte noch nicht beziffert werden.

Die S-Bahn konnte ihre Fahrt nach einem Unterbruch fortsetzen. Die Strecke zwischen Winterthur und Wil war für etwa eine halbe Stunde gesperrt.

Ebenfalls niemand verletzt wurde bei über 20 Unfällen auf Thurgauer Strassen. Wegen Schnee und Eis blieben am späten Nachmittag auf dem Seerücken mehrere Lastwagen stecken.

Auf den Strassen im Kanton Zürich kam es zu mehr als 30 wetterbedingten Unfällen. Dabei wurden mindestens zwei Personen leicht verletzt, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte. In den meisten Fällen kamen die Lenkenden von der Strasse ab; zudem kam es zu einigen Auffahrunfällen.

Rund ein Dutzend Verkehrsunfälle wurden im Kanton Aargau registriert. Mindestens vier Personen erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen, darunter ein Fussgänger. Dieser war in Oberrohrdorf auf einem Trottoir unterwegs, als er von einem schlingernden Auto erfasst und zu Boden geworfen wurde.

Probleme mit den winterlichen Strassenverhältnissen hatten auch einige Automobilisten im Baselbiet. Auch hier kam es zu mehreren Unfällen, zumeist nur mit Blechschaden. Zwei Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Schneefälle im normalen Rahmen

Die Schneefälle bewegten sich für einen Januar im normalen Rahmen, sagte ein Sprecher von MeteoSchweiz auf Anfrage. In der östlichen Schweiz seien 5 bis 20 Zentimeter Schnee gefallen. Auch im Westen schafften es einige Schneeflocken zeitweise bis in die Niederungen, wurden aber, namentlich im Wallis und am Genferseebecken, von freundlichem Sonnenschein verdrängt.

Die Temperaturen bewegten sich laut MeteoSchweiz ebenfalls in normalem Rahmen. Am Donnerstag sei, von durchschnittlich sechs Eistagen im Januar, mit maximal minus 3 Grad der zweite Eistag registriert worden.

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