Der Felssturz am Samstagnachmittag um etwa 16 Uhr verschüttete die Engadinerstrasse zwischen Martina und Ovella zwar nur auf einer Länge von 20 Metern. Dafür aber türmt sich das Material bis zu acht Metern Höhe, wie das Tiefbauamt Graubünden am Montag mitteilte.

Die Fahrbahn dürfte stark beschädigt worden sein. Einzelne grosse Blöcke weisen ein Volumen von mehreren hundert Kubikmetern auf. Personen waren beim Felssturz nicht verletzt worden, Fahrzeuge waren keine zu Schaden gekommen.

Niederschläge und Frost-Tau-Zyklen

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Felssturz durch die starken Niederschläge sowie durch die derzeitigen Frost-Tau-Zyklen ausgelöst. Die Sicherung des Abrissgebiets sowie die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten bedingen eine Sperre der Strasse über mehrere Wochen.

Wegen dieser Arbeiten ist das Zollausschlussgebiet Samnaun von der Schweiz aus vorerst nicht mehr zu erreichen. Allerdings besteht vom Unterengadin aus eine signalisierte Umfahrungsmöglichkeit über österreichischen Boden, über Nauders und Pfunds.