Schweiz

Roger Köppel als neuer SVP-Präsident? «Stehe nicht zur Verfügung!»

Roger Köppel will die SVP Zürich nicht übernehmen. Christoph Blocher schweigt.

 Roger Köppel will die SVP Zürich nicht übernehmen. Christoph Blocher schweigt.

Nach der Wahlschlappe vom Sonntag tritt die gesamte Leitung der Zürcher SVP zurück. Nun ist ein Präsident gesucht, der die SVP wieder auf Kurs bringt. Doch wer?

Fünf Tage nach den Wahlen in Zürich kam es heute bei der SVP-Kantonalpartei zum grossen Knall. Der Parteipräsident, die beiden Vizepräsidenten sowie die zwei Parteisekretäre treten von ihren Ämtern zurück.

Die Fäden gezogen hat - so sagen Insider - SVP-Doyen Christoph Blocher. Die «Schweiz am Wochenende» sprach ihn auf seine Rolle an, doch Blocher winkte ab: «Ich gebe keine Auskunft. Reden hat seine Zeit, und Schweigen hat seine Zeit.» Irgendwann, so ergänzte er, werde er sein Schweigen beenden: «Es wird einen Kommentar geben. Ich weiss aber noch nicht, wann dies der Fall sein wird.»

Der glücklose Parteipräsident Konrad Langhart wurde kritisiert für seine Farblosigkeit und fehlende «Einpeitscher-Fähigkeiten». Es war sogar ein Bundesrat, der den mangelnden Einsatz der Zürcher Kantonalpartei geisselte: Ueli Maurer, einst Präsident der SVP Schweiz, sagte, eine Partei könne nur Erfolg haben, wenn sie sich um die «verdammten Details» kümmere und «chrampfe».

Einer, der der Basis einheizen könnte, wäre Nationalrat Roger Köppel, bestgewählter Parlamentarier der Schweiz und imstande, ganze Turnhallen zu füllen. Zur «Schweiz am Wochenende» sagt der «Weltwoche»-Verleger auf die Frage, ob er als Kantonalparteipräsident zur Verfügung stehe: «Nein. Das würde meinen journalistischen Bewegungsspielraum und meine Freiheit zu stark einschränken.» Ein Eintritt in in die Parteihierarchie komme auf keiner Ebene in Frage. «Ich war schon angefragt worden auf nationaler Stufe für das Vizepräsidium und lehnte das ab.» Die SVP Zürich will den Nachfolger von Konrad Langhart schon bald bekannt geben.

Meistgesehen

Artboard 1