Schweiz

Rathgeb: Gemeinsam handeln, um zweiten Lockdown zu verhindern

Christian Rathgeb, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, spricht an einer Medienkonferenz in Bern.

Christian Rathgeb, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, spricht an einer Medienkonferenz in Bern.

Christian Rathgeb ist Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen. Er verteidigt den Föderalismus und wehrt sich gegen den Vorwurf, dass wirtschaftliche Interessen zu hoch gewichtet worden seien.

(mg) Die Konsultation der neuen Massnahmen des Bundesrats sei am Laufen, sagte Christian Rathgeb, der Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Er bestätigte ebenfalls Medienberichte, wonach der Bundesrat am Sonntag erneut zu einer Sitzung zusammenkomme und wohl neue Massnahme beschliessen werde.

Der Bündner Regierungsrat verteidigte auch den Föderalismus. Lange hätten regionale Massnahmen Sinn gemacht, da in einzelnen Regionen unterschiedlich hohe Fallzahlen gemeldet wurden. Der jetzige Ruf nach einheitlichen Regeln sei auch kein Scheitern der Kantonskompetenzen. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz sei nun einfach zum Schluss gekommen, dass «eine Vereinheitlichung in gewissen Bereichen» Sinn mache. Und er fügte an: «Alles, was wir jetzt machen, machen wir gemeinsam, um einen zweiten Lockdown zu verhindern.»

Damit solle die Wirtschaft vor grossem Schaden geschützt werden. Gleichzeitig wehrte sich Christian Rathgeb gegen den Vorwurf, dass einzelne Regierungen die Interessen der Wirtschaft höher gewichtet hätten als gesundheitliche Aspekte. «Wir haben die Interessenabwägungen immer sehr ernsthaft gemacht, auch bei wenig Zeit», so Rathgeb.

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