Verkehr
Pendler aufgepasst: Bund rechnet mit massiv mehr Stau – und deutlich volleren Zügen

Autofahrer müssen in Zukunft mit deutlich mehr Verkehr rechnen. Mit einem neuen Modell hat das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) die Belastung der Strassen im Jahr 2040 ausgerechnet.

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Die Züge werden voller: Gemäss Berechnungen des Bundes steigt die Anzahl Wege, welche zurückgelegt werden bis 2040 um 42 Prozent. (Symbolbild)

Die Züge werden voller: Gemäss Berechnungen des Bundes steigt die Anzahl Wege, welche zurückgelegt werden bis 2040 um 42 Prozent. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN

Die Anzahl von Strassen mit einer Auslastung von über 80 Prozent in den Spitzenstunden erhöht sich demgemäss gegenüber 2010 um 50 Prozent, berichtet die „Schweiz am Sonntag“.

2040 werden fast 2000 Kilometer Strasse von einer solchen Auslastung betroffen sein, gegenüber 1350 heute. Unter Stau leiden werden auch in Zukunft vor allem die Zürcher: „Vor allem in der Grossagglomeration Zürich und auf den Autobahnkorridoren ist die Anzahl Strecken mit höherem Auslastungsgrad überproportional“, heisst es in der Studie. Stau in den Spitzenstunden wird es vor allem auf der A1 um Zürich, der Flughafenautobahn, auf der A1 im Limmattal, der A3 vor Basel und auf Strassen rund um Genf geben.

Auch der Seedamm zwischen Rapperswil-Jona (SG) und Pfäffikon (SZ) wird in den Spitzenstunden verstopft sein. Vor allem innerhalb oder in der Nähe von Grossstädten sei mit höheren Auslastungen zu rechnen, heisst es in der Studie. Noch enger wird es in den Zügen. Denn der Bund geht davon aus, dass die Anzahl Wege, welche im öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden, zwischen 2010 und 2040 um 42 Prozent steigt – im Gegensatz zu einem Wachstum von nur 21 Prozent bei den Auto-Fahrten, wie die „Schweiz am Sonntag“ weiter schreibt.

In der morgendlichen Rush-Hour zwischen 7 und 8 Uhr sollte der öV seinen Marktanteil gemäss den Bundes-Berechnungen von heute 21 Prozent aller Wege auf künftig knapp 28 Prozent steigern können. Auch in der Abendspitzenstunde wird eine Steigerung des öV-Marktanteils in dieser Grössenordnung erwartet. Fast 1,5 Millionen Autofahrten und knapp 460‘000 öV-Wege werden in Zukunft alleine in dieser einen Abendstunde zurückgelegt werden.