Lausanne

Nach Freispruch für Klimaaktivisten: Der juristische Streit geht weiter – Staatsanwaltschaft legt Rekurs ein

Nach dem Freispruch vor dem Bezirksgericht in Renens VD lagen sich Klimaaktivisten und Sympathisanten in den Armen. Der juristische Streit geht weiter.

Nach dem Freispruch vor dem Bezirksgericht in Renens VD lagen sich Klimaaktivisten und Sympathisanten in den Armen. Der juristische Streit geht weiter.

Nach dem Freispruch eines Waadtländer Gerichts für zwölf Klimaaktivisten geht der juristische Streit weiter. Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag beschlossen, den Fall an das Berufungsgericht zu überweisen.

Generalstaatsanwalt Eric Cottier übernimmt den Fall. Seiner Auffassung nach gibt das Urteil "eine überraschende Antwort auf eine rechtliche Grundsatzfrage".

Am Montag hatte das Bezirksgericht in Renens VD zwölf Aktivisten freigesprochen, die in einer Filiale der Grossbank Credit Suisse in Lausanne eine Aktion durchgeführt hatten.

Klimaaktivisten vor Gericht in Renens freigesprochen

13.1.2020: Klimaaktivisten vor Gericht in Renens freigesprochen

Zwölf Klimaaktivisten haben ihren Prozess wegen einer Aktion in den Räumlichkeiten der Grossbank Credit Suisse (CS) in Lausanne gewonnen. Das Bezirksgericht in Renens VD sprach sie am Montag frei.

Der Gerichtspräsident und Einzelrichter Philippe Colelough kam zum Schluss, dass die zwölf Mitglieder der Bewegung Lausanne Action Climat (LAC) aus Gründen eines "rechtfertigenden Notstandes" gehandelt hätten. Er befand, dass das Vorgehen der Aktivisten angesichts der Klimakatastrophe "notwendig und angemessen" gewesen sei.

Der Prozess war der erste in dieser Grössenordnung in der Schweiz seit Beginn der Mobilisierung für das Klima.

Klimaaktivisten streuen Kohle in Filiale der UBS in Lausanne

14.1.2020: Klimaaktivisten streuen Kohle in Filiale der UBS in Lausanne

Nach dem Sieg vor der Waadtländer Justiz am Montag haben Dutzende Klimaaktivisten am Dienstag erneut eine Aktion in einer Bank in Lausanne durchgeführt. Nach der Credit Suisse war dieses Mal die UBS dran. Erneut prangerten die Klimaschützer die Investitionen der Banken in fossile Brennstoffe an.

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