Strassen

Mit einer Milliarde will Bundesrat diese Engpässe beseitigen

Zwischen Luterbach SO und dem Autobahndreieck Härkingen soll ein Engpass beseitigt werden.

Zwischen Luterbach SO und dem Autobahndreieck Härkingen soll ein Engpass beseitigt werden.

Der Bundesrat will eine Reihe von Engpässen im Strassennetz beseitigen. Er hat am Mittwoch die Botschaft zur zweiten Etappe ans Parlament geleitet. Vorgesehen sind Ausbauten für rund eine Milliarde Franken.

Der Bundesrat will eine Reihe von Engpässen im Strassennetz beseitigen. Er hat am Mittwoch die Botschaft zur zweiten Etappe ans Parlament geleitet. Vorgesehen sind Ausbauten für rund eine Milliarde Franken.

995 Millionen Franken will der Bundesrat in die Strecken Genf Flughafen - Le Vengeron, Luterbach - Härkingen (BE/SO) sowie Andelfingen - Winterthur (ZH) investieren. Zudem sollen im Raum Crissier VD zusätzliche Massnahmen für 40 Millionen Franken realisiert werden, wie das Verkehrsdepartement (UVEK) mitteilte.

Insgesamt stehen zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz 5,5 Milliarden Franken zur Verfügung. In einer ersten Etappe hatte das Parlament 1,4 Milliarden Franken freigegeben - für Spurausbauten zwischen Härkingen und Wiggertal (SO/AG), Blegi und Rütihof (LU/ZG) sowie auf der Nordumfahrung Zürich und Projekte in Crissier VD.

Weitere Projekte später
Nun kann das Parlament über die zweite Tranche entscheiden. In der Botschaft dazu zeigt der Bundesrat auch auf, welche Erweiterungen mit den verbleibenden gut 3 Milliarden Franken finanziert werden sollen. Es sind dies Projekte im Raum Basel, Bern, Genf, St. Gallen, Winterthur und Zürich-Flughafen.

Priorität haben in Basel die Strecke Schwarzwaldtunnel - Hangnau, in Bern Wankdorf - Schönbühl, in Genf Perly - Bernex, Bernex - Genf Flughafen und Le Vengeron - Coppet und in St. Gallen Kreuzbleiche - Neudorf. In Zürich geht es um die Strecken Zürich Nord - Zürich Flughafen sowie die Umfahrung Winterthur.

Eine ganze Reihe weiterer Projekte kann mit den 5,5 Milliarden Franken nicht finanziert werden. In der Vernehmlassung hatten die betroffenen Kantone und Regionen Kritik geäussert. Auch Kantone, die im zweiten Paket nicht berücksichtigt sind, zeigten sich unzufrieden. Sie möchten die Engpässe auf ihren Strassen lieber früher als später behoben sehen.

Strassen immer stärker überlastet
Mit den verfügbaren Geldern könnten stark überlastete Engpässe auf einer Länge von gut 100 Kilometern entschärft werden, schreibt das UVEK. Trotz dieser Verbesserungen werde sich die Stauproblematik aber weiter verschärfen.

Das UVEK rechnet damit, dass wegen der wachsenden Mobilität ohne zusätzliche Massnahmen bis 2030 über 400 Kilometer Nationalstrassen regelmässig überlastet sein werden. Die gravierendsten Engpässe seien in den grossen Städten und Agglomerationen zu erwarten, weil dort der überregionale Verkehr vom Agglomerationsverkehr überlagert werde.

Die Engpassbeseitigung erfolgt derzeit unabhängig vom geplanten Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF). Die Gelder für die Engpassbeseitigung stammen aus dem befristeten Infrastrukturfonds. Dieser soll jedoch dereinst im geplanten Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) aufgehen.

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