Lenzburg
Mensch im Mittelpunkt und «freier bewegen» als Motto

Die beiden Sitze im Stadtrat behalten und die Position als Nummer 1 erringen. Dies sind die Ziele der Lenzburger SVP im Wahlherbst.

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SVP

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Aargauer Zeitung

Fritz Thut

Als erste Ortspartei trat die SVP der Stadt Lenzburg vorgestern Abend an die Öffentlichkeit und präsentierte ihre Mannschaft und ihre Leitgedanken für den Wahlherbst.

Offiziell wurden die Kandidaten für die Einwohnerratswahlen vom 29. November nominiert. Die Liste umfasst aktuell 18 Namen, 9 Bisherige und 9 Neue.

Von der bisherigen 10er-Deputation tritt ausgerechnet Fraktionschef Franz Frey nicht mehr an. Das Ziel sei es, «die bisherigen 10 Sitze zu verteidigen», hielt Stadtrat Martin Stücheli gegenüber den Medien fest: «Natürlich sind wir nicht unglücklich, wenn wir einen Sitz zulegen.»

Weiter geistert noch der Begriff von der «Nummer 1» auf dem Platz Lenzburg herum: Bei den Grossratswahlen in diesem Frühjahr deutlich an der Spitze etabliert, lag die SVP bei den Einwohnerratswahlen 2005 noch knapp hinter der FDP.

Zweierticket bei Stadtratswahl

Im Stadtrat, der am 27. September gewählt wird, hat die SVP bereits jetzt als einzige Partei zwei Vertreter. Dies soll so bleiben. Nachdem Vizeammann Jakob Salm nicht mehr antritt, steigt die SVP Lenzburg mit dem Zweierticket Martin Stücheli (bisher) und Werner Zeller (neu) ins Rennen. Stücheli kandidiert zudem als Vizeammann.

Von verschiedenen Seiten herausgefordert, plant die SVP einen markanten Auftritt im Wahlkampf. Dazu will man auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Schlagworten operieren: Auf Ansteckbuttons und auf den Kandidaten-T-Shirts wird der Leitgedanke kommuniziert: «Im Zentrum stönd d'Mönsche».

Reihe von «Gipfel-Info-Treffen»

Etwas konkreter wirds beim Hauptmotto «freier bewegen . . .». Dieser Slogan kann gemäss Stadtratskandidat Zeller «im wörtlichen oder im übertragenen Sinn» verstanden werden. Er soll gemäss SVP Lenzburg etwa in den Bereichen Verkehr, Steuerlast, Sicherheit, Wohnqualität und Schule diskutiert werden. Um die Nachricht an den Wähler zu bringen, organisiert die SVP eine Reihe von «Gipfel-Info-Treffen», an denen der Öffentlichkeit «echte Informationen» vermittelt werden sollen. Der erste Anlass am Samstag, 29. August, von 9.30 bis 14 Uhr in der Rathausgasse trägt den Untertitel «nachhaltig mobil» und ist E-Velo, E-Roller und Twike und deren Alltagstauglichkeit gewidmet.

An den nachfolgenden Samstagen folgen «hybrid-automobil», «besser heizen?» und «Strom vom Dach». Alles Themen, die man eher anderswo vermuten würde. «Tönt grün, ist grün, denn die SVP ist grün», so begründet Zeller diese Event-Serie.

SVP-Einwohnerrats-kandidaten

Bisher Michael Häusermann (1971, Grenzwächter), Nadia Flury (1971, Rechtsanwältin), Martin Bolliger (1972, Rohrnetzmonteur), Rudolf Baumann (1957, Lastwagenmechaniker), Edith Zeller-Keller (1956, Sozialversicherungs-Expertin), Brigitte Kieser-Stirnemann (1961, Familienfrau), Manuel (Doël) Silva (1973, Stadtpolizist), Helene Wüst-Graf (1950, Hausfrau/Coiffeuse), Jürg Labhart (1950, Betriebstechniker IBZ).

Neu Erika Stancer Merola (1958, Wirtin), Fabian Dobler (1982, Software-Ingenieur), Roger Krebs (1981, Kantonspolizist), Alessandra Mandolfo-Marchesin (1978, Kauffrau/Hausfrau), Frank Meier (1961, Architekt), Adriano Picco (1984, Controller), Erich Renfer (1952, Unternehmer), Andrea Schwager (1969, kaufmännische Angestellte), Brigitte Vogel (1969, Gartenbauingenieur).