Neues Volksfest

Lanzen hoch: erstes Schifferstechen auf der Aare in Bern mit Promis

Prominentes erstes Schifferstechen auf der Aare

Prominentes erstes Schifferstechen auf der Aare

Am Samstag fand das erste Schifferstechen auf der Aare in Bern statt. Auf der Liste der Teilnehmer gab es unter anderem den Berner Nationalrat Erich Hess, der im Duell gegen den Präsidenten des Organisationskomitees Martin Seiler zwei Mal im Wasser landete. Schifferstechen ist eine Art Ritterturnier auf dem Wasser, wobei die beiden Stecher versuchen sich mit den gepolsterten Lanzen vom Boot zu stossen. Wer oben bleibt, hat gewonnen.

Wahrhaft wacker haben sich am Samstag die Teilnehmenden des ersten Berner Schifferstechens auf der Aare geschlagen. Selbstverständlich wird dabei niemand erstochen, wie der Name glauben machen könnte. Nass werden die Verlierer dieser Ritterspiele zu Wasser allemal.

Die Gesellschaft zu Schiffleuten der Burgergemeinde Bern und der Aare Club Matte Bern organisierten das Turnier. Die Organisatoren möchten das Schifferstechen als Volksfest in Bern etablieren und künftig im Dreijahresturnus mit Basel und Zürich durchführen.

Die Verlierer gehen baden

Beim Schifferstechen fahren zwei Weidlinge aufeinander zu. Mit langen, gepolsterten Lanzen versuchen sich die beiden auf einem Podest stehenden Bootsführer ins Wasser zu stossen. Wer oben bleibt, ist eine Runde weiter.

Anders als etwa in Basel oder Zürich können am Berner Stechen nicht nur Mitglieder der Gesellschaften und Zünfte teilnehmen, sondern auch Wettkämpfer anderer Organisationen.

Bereits im Mittelalter war dieser Wettkampf als bürgerliche Fortsetzung der Ritterturniere mit anderen Mitteln beliebt. Man weiss von Stechen auf Rhein, Neckar, Main, Elbe, Donau, Seine, Themse und dem Canal Grande in Venedig. In der Schweiz sind laut den Organisatoren Stechen in Genf, Ouchy, Vevey und Estavayer-le-Lac überliefert, wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite schreiben.

Heute erfreut sich der Wettkampf wieder zunehmender Beliebtheit. Auch aareaufwärts von Bern, in Thun, wurden solche Anlässe schon durchgeführt.

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