Zirkus

Konkursverfahren eröffnet: Der Circus Royal ist offiziell pleite

Der Geschäftsführer des Circus Royal, Oliver Skreinig (23. März 2017).

Der Geschäftsführer des Circus Royal, Oliver Skreinig (23. März 2017).

Das Bezirksgericht Kreuzlingen hat den Konkurs über die Firma Circus Royal GmbH eröffnet. Das bestätigt das Thurgauer Konkursamt in der Sendung «Schweiz aktuell» von SRF1.

Was bisher geschah:

  • Mitte Dezember machte diese Zeitung publik, dass Circus-Royal-Direktor Oliver Skreinig in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwunden war. Später heuerte er im Main-Tauber-Weihnachtszirkus als Ringmaster an.
  • Artisten klagen, sie seien von Skreinig gar nicht oder nur teilweise entlöhnt worden. Die Rede ist von Gagenrückständen von bis zu fünf Monaten.
  • Die Angestellten erzählen von der Ausbeutung von Arbeitskräften, von Misswirtschaft und Überforderung der Zirkusdirektion. Einige hätte die Toiletten putzen oder an der Bar arbeiten müssen.
  • Mehrmals beschäftigte der Zirkus ausländische Staatsbürger ohne Arbeitsbewilligung.
  • Die Staatsanwaltschaft Thurgau hat beim Bezirksgericht Kreuzlingen gegen den Direktor des Circus Royal Anklage erhoben. Es geht um Verstösse gegen das Ausländerrecht sowie Betreibungs- und Konkursdelikte.
  • Derweil werden einige Zirkustiere in Roggwil BE zum Verkauf angeboten. Der Berner Veterinärdienst kennt die Situation vor Ort und sucht nach Lösungen für die Tierhaltung.

(red) Schon am 26. Juni 2018 ist der Konkurs über die Vorgängerfirma Circus Royal Betriebs GmbH eröffnet worden. Und jetzt geht es weiter so, die negativen Nachrichten rund um den ehemals zweitgrössten Schweizer Zirkus reissen nicht ab. Zwei Wochen vor dem ersten Konkurs hat Direktor Oliver Skreinig die neue Firma im Handelsregister eintragen lassen, diese ist nun ebenfalls Konkurs, das meldet die Sendung «Schweiz aktuell» im Schweizer Fernsehen.

Er hoffe immer noch auf eine Rettung des Zirkus. Das sagte Skreinig noch vor wenigen Tagen gegenüber SRF. Er sei daran, einen Käufer oder einen Partner zu finden. Offenbar ist ihm das nicht gelungen. Skreinig war für eine aktuelle Stellungnahme zum Konkurs für SRF1 nicht erreichbar.

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