Schweiz

Junge Leute angeworben und für Einsatz in Syrien rekrutiert – das Bundesstrafgericht verurteilt IS-Unterstützer zu 50 Monaten

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Das Bundesstrafgericht hat den in den Medien als «Emir von Winterthur» bekannt gewordenen 34-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von 50 Monaten verurteilt. Der Mitangeklagte kassierte eine bedingte Geldstrafe.

(cri) Die Strafkammer hat den 34-Jährigen der Beteiligung an einer kriminellen Organisation und des Besitzes von Gewaltdarstellungen für schuldig befunden. Der in den Medien als «Emir von Winterthur» bekannt gewordene 34-Jährige kassiert eine Freiheitsstrafe von 50 Monaten. Dies berichtet «20 Minuten» und beruft sich dabei auf eine Agenturmeldung.

Den 37-jährigen Mitangeklagten hat das Gericht vom Vorwurf der sexuellen Handlungen mit einem Kind, der Gewaltdarstellung und der Pornografie frei gesprochen. Es hat ihn lediglich wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation verurteilt.

Verteidiger verlangte Freisprüche

Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte an der Hauptverhandlung im August Freiheitsstrafen von drei Jahren und sechs Monaten beziehungsweise 34 Monaten beantragt. Die Verteidiger der beiden Männer verlangten Freisprüche.

Der Hauptangeklagte hat mit dem Projekt «Lies!» und in der Kampfsportschule MMA Sunna junge Leute angeworben und für einen Einsatz in Syrien rekrutiert. Zuvor war er von Mitte November bis am 9. Dezember 2013 selbst in Syrien. Der 37-jährige Mitangeklagte blieb der Urteilseröffnung entschuldigt fern.

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