Kommentar

In Zukunft soll sich der Bund Offerten von Reisebüros einholen: Röstis kreative Bundesreisen

Bundesreisen via Reisebüro? Das wäre zumindest ein Vorschlag aus den Reihen der SVP. (Symbolbild: eine Kuoni-Filiale)

Bundesreisen via Reisebüro? Das wäre zumindest ein Vorschlag aus den Reihen der SVP. (Symbolbild: eine Kuoni-Filiale)

Ein kreativer Vorschlag von SVP-Präsident Albert Rösti eröffnet der oft mühseligen Bundesreiserei neue Horizonte.

Albert Rösti, SVP-Nationalrat, will in der Fragestunde vom Bundesrat wissen, ob dieser bereit sei, «in Anbetracht der katastrophalen Lage der Reisebranche, verursacht durch Covid-19», die privaten Reiseagenturen zu unterstützen.

Die Zentralverwaltung des Bundes soll für Reisen «dann private Reiseagenturen berücksichtigen» müssen, wenn diese gegenüber der Bundesreisezentrale ein günstigeres Angebot einreichen.

Die Bundesreisezentrale, ansässig im EDA von Ignazio Cassis, beschafft «bedarfsgerechte Dienstleistungen für Geschäftsreisen des Bundes». Für Magistratspersonen, Parlamentsmitglieder, Bundespersonal und so fort.

Werden Röstis Pläne umgesetzt, dann holen Bundesräte vor ihren Dienstreisen künftig Offerten ein und wählen das günstigste Angebot. Aussenminister Cassis flöge dann nicht mehr mit Swiss oder dem Bundesratsjet zum Besuch nach Teheran, sondern einem von «Mullah-Reisen» kostengünstig arrangierten Flug der Iran Air.

SVP-Landwirt Andreas Aebi, Nationalratspräsident 2021, könnte seine Präsidialreisen gleich selbst offerieren und sie preiswert mit dem Programm seiner «Aebi Reisen» koppeln. Im Februar führt Aebis Reisebüro eine «Traumreise» nach Namibia, Botswana und Simbabwe durch. Im März geht es nach Neuseeland.

Der kreative Vorschlag Rösti eröffnet der oft mühseligen Bundesreiserei ganz neue Horizonte.

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