Schulhaus

Heilpädagogische Schule Wohlen: Neubau ist schon zu klein

Für 60 Schüler wurde geplant, 70 sind es heute schon. Der Heilpädagogischen Schule Wohlen droht ein Platzproblem.

Neubau ist schon zu klein

Für 60 Schüler wurde geplant, 70 sind es heute schon. Der Heilpädagogischen Schule Wohlen droht ein Platzproblem.

Geplant war das neue Schulhaus der Heilpädagogischen Schule Wohlen für 60 Schüler. An der Schule werden aber heute bereits 70 Schüler unterrichtet. Das Raumangebot ist knapp.

Jörg Baumann

Nicht nur in Wohlen, sondern auch an anderen Heilpädagogischen Schulen im Kanton Aargau seien die Räume knapp, bemerkte Oskar Müller, Schulleiter der Heilpädagogischen Schule Wohlen, an der Schulschlussfeier. «Der Kanton ist aber der Meinung, dass es im Aargau genügend Schulraum hat.» Deshalb träfen sich die Schulleiter im September mit Mitarbeitern des Departements Bildung, Kultur und Sport, um die offenen Fragen zu klären, teilte Müller mit.

Fussball-Cup gewonnen

Die Schülerinnen und Schüler liessen sich ob der Sorgen den Schneid nicht abkaufen. Sie musizierten, angeleitet von Rhythmuspädagogen Matthias Schiesser aus Sarmenstorf, an der Schulschlussfeier, dass es
eine Freude war.

Oskar Müller äusserte sich zum Projekt der Integrativen Schulung, mit dem man Kleinklassenschüler in die Regelschule übernehmen will; man habe offenbar übertriebene Hoffnungen darein gesetzt, meinte der Schulleiter. Oft habe man den Eindruck, dass sich die wissenschaftlichen Beiträge zur Integration «wie die Windfahnen» verhielten – «je nach Modeerscheinung».

Die Schulen müssten sich auf einen «praktischen Weg» einstellen. In Wohlen wird die Förderung an der Heilpädagogischen Schule deshalb ab nächstem Schuljahr mit fächerübergreifenden Projekten, Niveaugruppen und Workshops betrieben, für die sich die interessierten Schüler einschreiben können.

In die Berufswelt entlassen

Sechs Jugendliche verlassen nach dem erfolgreich abgeschlossenen zehnten Schuljahr die Schule und treten in die Berufsausbildung über. So will Severin Caplazi Elektropraktiker lernen. «Dann kannst du uns gleich eine neue richtige Klimaanlage bauen», sagte Müller. Denn in der Gymnastikhalle des auf den Minergiestandard getrimmten Schulhauses herrschte eine Tropenhitze.

Da dürfte eine Nachjustierung fällig werden. Lara Brand und Elhome Elshani wollen eine hauswirtschaftliche Ausbildung absolvieren. Selina Parietti tritt ein Praktikum in einem Altersheim an, Patrick Stocker möchte Koch und Johannes Füglistaler Gärtner werden.

Vier Lehrpersonen durfte der Schulleiter an der Schulschlussfeier zu ihren Dienstjubiläen gratulieren: Geehrt wurden die Klassenassistentinnen Susanne Braun (10 Jahre) und Verena Ringger (15 Jahre) sowie die Lehrer Thomas Ineichen (15 Jahre) und Angelo Gwerder (25 Jahre).

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