Ohne Strom

«Gefährlich ohne Taschenlampe»: In Chiasso war es am Wochenende nachts zappenduster

«Ohne Taschenlampe ging nichts»: In Chiasso war es am Wochenende nachts zappenduster

20'000 Menschen waren im Südtessin zeitweise ohne Strom.

Die einen bestaunten den ungetrübten Sternenhimmel, andere waren unfreiwillig schlaflos: Das Südtessin erlebte am Wochenende einen geplanten Blackout.

Am Samstag und Sonntag um 23 Uhr gingen in Chiasso, Balerna, Morbio Inferiore und Vacallo das Licht aus. Jeweils um 6 Uhr morgens setzte der Strom wieder ein. Grund waren Wartungsarbeiten an einem Hochspannungsmasten. 

Die Ortschaften und ihre Einwohner tauchten in fast völlige Dunkelheit, die Festnetztelefone schwiegen. Die Stromversorgung für Rettungsorganisationen oder Altersheime war laut dem «Corriere del Ticino» mittels Notstromaggregaten sichergestellt.

Für die einen waren die düsteren Nächte eine Freude. «Es war wunderschön, man konnte die Sterne so gut sehen», sagte ein Tessiner gegenüber dem SRF. Ähnliches war auch in den sozialen Medien zu lesen:

«Mondlicht ist besser!», schreibt dieser enthusiastische Twitter-Nutzer.

Nicht ganz ungefährlich war es für nächtliche Fussgänger. «Ohne Taschenlampe kann man nicht rausgehen», so eine Frau. «Die Autofahrer können uns Spaziergänger kaum sehen.»

Noch schwieriger war es etwa für jene Frau, die sagte, nachts auf den Fernseher angewiesen zu sein: «Ich kann kaum schlafen und brauche das TV-Gerät. Jetzt lege ich mich halt einfach ins Bett.» Oder sie hat stattdessen die Sterne bestaunt. (CHM/SRF)

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