AHV-Nein

Frustrierte Ruth Humbel: «Ganz gefährlich für die Zukunft der Altersvorsorge»

Altersreform 2020: Strategie «Kompromiss» ging nicht auf – wie weiter, Ruth Humbel?

Altersreform 2020: Die Strategie «Kompromiss» ging nicht auf – wie weiter, Ruth Humbel?

Sieben Jahre intensive Arbeit und nun zeichnet sich ab, dass die Altersreform 2020 keine Chance hat beim Volk. Die Aargauer CVP-Nationalrätin klingt in einem ersten Interview frustriert. Wie soll es jetzt weiter gehen?

«Natürlich ist die Enttäuschung gross wenn man so viele Jahre lang intensivst an etwas gearbeitet hat und dann ist alles nichts mehr», sagt Ruth Humbel. Es ist der Auftakt zu einem ersten Interview auf «Tele M1» zur Abstimmung über die Altersreform 2020 und die Stimme der CVP-Nationalrätin bricht.

Ruth Humbel ist frustriert: «Der dritte Abstimmungskampf ist das jetzt, wo ich so auf der Verliererseite bin.» Ein Kompromiss hätte die Altersreform 2020 sein sollen – dieser Plan ging nicht auf.

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Eine Reform muss kommen, da sind sich alle einig. Aber wie? Bezüglich Mehrwertsteuer, Rentenalter und AHV-Beiträge gehen die Meinungen von CVP-Nationalrätin Ruth Humbel und FDP-Nationalrat Matthias Jauslin auch bei künftigen Vorlagen auseinander.

Doch Ruth Humbel fängt sich schnell. Von einem «Keil, den FDP und SVP mit ihren Plakaten zwischen die Generationen geschlagen haben», spricht Humbel. «Es war immer schon so, dass die Jungen mit ihren Lohnbeiträgen die Renten der Älteren finanziert haben, wenn man das jetzt infrage stellt, ist das ganz gefährlich für die Zukunft der Altersvorsorge.»

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Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftbundes (SGB) und SP-Ständerat, kämpfte an vorderster Front für ein Ja zur Altersvorsorge 2020. Die Niederlage komme aber nicht ganz unerwartet, sagte er gegenüber sda-Video. Zu viele Gruppen hätten Einwände gehabt. Er wolle sich aber auch nach der Niederlage für eine «starke AHV» einsetzen, wie er sagt.

Wie weiter? Ruth Humbel hat den Kampf noch nicht aufgegeben. Die Mitte sei bereit, an künftigen Lösungen «konstruktiv mitzuarbeiten». Doch zuerst müssten sich Rechts und Links auf einen Kompromiss einigen. (smo)

Alles zu den nationalen Abstimmungen in unserem Newsticker.

Die Freude der Reform-Gegner im Video:

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