Für 2013 rechnen die ETH Zürich und die EPFL mit rund 28'000 Studierenden, wie der ETH-Rat am Dienstag mitteilte. Das sind rund 2500 Studierende mehr als zu Beginn der letzten Leistungsperiode im Jahre 2009. 2004 waren es knapp 18'500 Studierende und Doktorierende gewesen.

Dieser markante Anstieg der Studierendenzahlen entspreche einem Bedürfnis, heisst es in der Mitteilung. Die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft benötigten mehr Studienabsolventinnen und -absolventen in Mathematik, Ingenieur-, sowie Natur- und Technikwissenschaften.

Um die Qualität hoch zu halten, hat der ETH-Rat für das nächste Jahr 12 Millionen Franken aus noch nicht verteilten Mitteln aus dem Budget 2011 sowie 4,8 Millionen Franken, die für strategische Grossprojekte vorgesehen waren, zugunsten der Lehre umverteilt.

Mehr Professuren schaffen

Die beiden ETH wollen 2013 knapp 30 zusätzliche Professuren aus direkten Bundesmitteln schaffen. Zudem investieren die beiden ETH und die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs in zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeitende und in dringende Infrastrukturen.

Um weiterhin langfristig in die Lehre investieren zu können, habe sich der ETH-Rat bereits frühzeitig für ein kontinuierliches Wachstum des Bundesbeitrages eingesetzt, heisst es weiter in der Mitteilung.

In der Folge habe das eidgenössische Parlament mit den Beschlüssen zur Botschaft des Bundesrates zu Bildung, Forschung und Innovation 2013-2016 dem ETH-Bereich für 2013 insgesamt 2259,4 Millionen Franken oder 3,9 Prozent mehr in Aussicht gestellt. Der Bundesrat habe jedoch von diesen zusätzlichen Mitteln 12 Millionen Franken für Energieforschung reserviert.

Für die Folgejahr 2014 bis 2016 steige der für Energieforschung reservierte Betrag auf 16 Millionen Franken jährlich. Zudem wolle der Bundesrat in diesen Jahren mit dem Konsolidierungs- und Aufgabenüberprüfungspaket 2014 den Finanzierungsbeitrag an den ETH-Bereich zusätzlich kürzen.

Grosse Personalkosten

Mit rund 62 Prozent macht der Personalaufwand den grössten Teil des budgetierten Aufwands für 2013 aus. Gegenüber dem laufenden Jahr steigen die Personalkosten voraussichtlich um 65 Millionen Franken oder 3,4 Prozent. Laut ETH-Rat ist die Erhöhung im wesentlichen auf die Zunahme der Zahl der Professorinnen und Professoren sowie die höhere Zahl an zweit- und drittmittelfinanzierten Stellen zurückzuführen.

Das Budget 2013 des ETH-Rates muss von den eidgenössischen Räten in der Wintersession noch genehmigt werden. (sda)