(amü/sda) Knapp 48 Stunden nach ihrer Verhaftung konnten heute morgen die ersten der 61 festgehaltenen Zürcher Klimaaktivisten die Polizeikaserne verlassen. «Sie werden mit Kaffee und Gipfeli und vielen Umarmungen begrüsst», sagt Markus Keller, Sprecher von Fossil Free Switzerland. Laut seinen Informationen sollen die restlichen Aktivisten bis am Mittag ebenfalls freikommen.

Ob einzelne Aktivisten in U-Haft versetzt werden, konnte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht sagen. Sie will bis am Mittag informieren.

Basler Justiz leitet Strafverfahren gegen Klimastreiker ein

Auch in Basel sollten bis Mittwochabend alle Aktivisten wieder frei sein. Nach der Räumung einer Klimaprotest-Aktion vom Montag vor einem Basler UBS-Bürogebäude haben die Behörden 19 Personen wegen Verdachts auf Straftaten vorläufig festgenommen.

Jubel und Umarmung: Klimaaktivisten kommen frei

Jubel und Umarmung: Klimaaktivisten kommen frei

Nach der Blockadeaktion habe man die 19 «einer Personenkontrolle unterzogen», teilte die baselstädtische Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen mit. Inzwischen seien Strafverfahren eingeleitet worden wegen des Verdachts auf Nötigung, Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs sowie Hinderung einer Amtshandlung.

Die Ermittlungs- und Untersuchungshandlungen seien aufwändig und dauerten an, hiess es weiter. Erste Tatverdächtige seien am Dienstagabend wieder frei gelassen worden, die übrigen sollen nach weiteren Einvernahmen im Laufe des Mittwochs entlassen werden.

Laut Staatsanwaltschaft sind von den 19 «mutmasslichen Tätern» nur zwei in der Agglomeration Basel wohnhaft. Fünf haben einen Schweizer Pass. Neun sind Deutsche, zwei Finnen sowie je jemand aus den USA, Österreich und Griechenland. Von den 19 Angehaltenen im Alter zwischen 19 und 37 Jahren sind sieben Frauen.

Am Montagmorgen hatten mehrere Dutzend junge Leute nach Greenpeace-Vorbild mit weissen Overalls, Transparenten und symbolischen Requisiten die Eingänge des UBS-Baus beim Aeschenplatz - des früheren Basler Bankverein-Sitzes - besetzt, dies synchron mit einer grösseren ähnlichen Aktion auf dem Zürcher Paradeplatz.