Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli steht in der Kritik – für einmal nicht von rechts, dafür von der eigenen Partei, den Grünen.

Stein des Anstosses ist ihre Teilnahme an einer Reise nach Eritrea, von der sie am Samstag zurückgekehrt ist.

Nach der Landung sprach sie von «vielen positiven Eindrücken», die sie im ostafrikanischen Land gesammelt habe. Die Schweiz müsse ihre Beziehung zum eritreischen Regime überdenken und einen «Dialog auf Augenhöhe» führen.

Eritrea-Reise: Reaktionen nach Hochulis Schilderungen

Eritrea-Reise: Reaktionen nach Hochulis Schilderungen

Im Vorfeld äusserten gewisse Politiker Kritik an der geplanten Reise. Wie sieht es heute nach ihrer Rückkehr aus? Wir haben Reaktionen aus dem FDP und SVP Lager.

Die wohlwollenden Worte stossen bei der Parteiführung der Grünen auf wenig Verständnis. Präsidentin Regula Rytz distanziert sich auf Anfrage von ihrer Parteikollegin: «Die Erkenntnisse von Frau Hochuli und auch ihre Schlussfolgerungen sind persönlicher Natur und nicht mit der Partei abgesprochen.»

Die Grünen verliessen sich bei der Beurteilung der Situation auf die Stellungnahmen des Bundesrates. «Diese beruhen auf einer viel umfassenderen Analyse als die Reiseerfahrung von Privatpersonen.»

Eine persönliche Einschätzung könne die Analysen von Menschenrechtsorganisationen und UNO-Gremien nicht ersetzen.

Bundeshausfraktionschef Balthasar Glättli (Grüne/ZH) sagt auf Anfrage, an Hochulis Stelle hätte er nicht an der Reise teilgenommen.

Die vom eritreischen Honorarkonsul organisierte Exkursion sei «eine Propagandaübung im Dienste der eritreischen Diktatur» gewesen.

Solange nicht einmal das Rote Kreuz Zugang zu den eritreischen Gefängnissen habe, könne niemand von einer Normalisierung sprechen.

Hochuli erzählt von ihrer Eritrea-Reise

Hochuli erzählt von ihrer Eritrea-Reise

Diese Reise sorgte für Schlagzeilen. Susanne Hochuli reiste mit anderen Politikern nach Eritrea. Die Regierungsrätin ist zurück und erzählt von ihren Eindrücken.

Cards: Eritrea - Geschichte, Zustand und Beziehung zur Schweiz