Gleichstellung sei seit 1981 in der Verfassung verankert, schreibt der Verband Business & Professional Women (BPW) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Seit 1996 setze das Gleichstellungsgesetz den Verfassungsauftrag im Arbeitsleben um.

Doch verdienten Frauen durchschnittlich noch immer 14,6 Prozent weniger als Männer, schreibt BPW. Der Verband stützt sich dabei auf Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Der "Equal Pay Day", der Tag der Lohngleichheit, fällt in diesem Jahr auf den 22. Februar. Bis Freitag hätten Frauen in der Schweiz gratis gearbeitet, während ihre Kollegen bereits seit dem 1. Januar Lohn für ihre Arbeit bekämen, hat BPW errechnet. Nachvollziehbare Gründe für diesen Lohnunterschied gebe es nicht.

Ein neues Gesetz

Einen Schritt in Richtung Gleichstellung habe das Parlament in der Wintersession mit der Verabschiedung des Gleichstellungsgesetzes getan, hält der Verband von berufstätigen Frauen fest. Dieses schreibt vor, dass Firmen mit 100 oder mehr Angestellten künftig prüfen müssen, ob sie Männern und Frauen den gleichen Lohn bezahlen.

Die Zahl der Angestellten, ab der die Überprüfung vorgeschrieben wird, war in den Räten bis zuletzt umstritten. Mit der neuen Regelung müssen 0,9 Prozent der Unternehmen Lohnanalysen durchführen. Diese beschäftigen 46 Prozent der Angestellten. Die Referendumsfrist zum Gleichstellungsgesetz dauert bis 7. April.