Schweiz

Drei Jahre Schonfrist: Kanton Wallis fordert Lohngleichheit zwischen Mann und Frau

Frauen verdienen in der Schweiz noch immer weniger als Männer. Der Kanton Wallis geht jetzt auch politisch gegen die Ungleichheit vor (Symbolbild).

Frauen verdienen in der Schweiz noch immer weniger als Männer. Der Kanton Wallis geht jetzt auch politisch gegen die Ungleichheit vor (Symbolbild).

Unternehmen und Verwaltungen mit mehr als 100 Angestellten müssen bis in einem Jahr eine Lohngleichheitsanalyse durchführen.

(sih) Der Kanton Wallis zieht im Kampf für die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen die Schrauben an, allerdings nur langsam und in drei Etappen. Bis zum 30. Juni 2021 müssen Unternehmen und Verwaltungen mit über 100 Angestellten eine Lohngleichheitsanalyse durchführen. Die Erhebung erfolgt mit einem standardisierten Analyseprogramm.

In einer zweiten Etappe sind die Unternehmen und Verwaltungen dazu verpflichtet, die Ergebnisse bis am 30. Juni 20202 von einer unabhängigen Revisionsstelle überprüfen zu lassen. In der dritten Etappe bis Ende Juni 2023 müssen die Angestellten und bei Aktiengesellschaften das Aktionariat über allfällige Ungleichheiten informiert werden.

Die Lohngleichheit ist seit 1981 in der Bundesverfassung verankert und im Gleichstellungsgesetz geregelt. Dieses ist 1996 in Kraft getreten und 2018 und 2019 revidiert worden. Die Analysen müssen bis 2032 alle vier Jahre wiederholt werden, bis Lohngleichheit besteht. Frauen verdienen in der Schweiz – je nach Erhebung – bis zu 20 Prozent weniger als Männer.

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