Schweiz

Die Rega soll die Coronapatienten besser auf die verschiedenen Spitäler verteilen

Ein Helikopter der Rega im Einsatz.

Ein Helikopter der Rega im Einsatz.

Damit nicht in einem Spital Bettenmangel und in einem anderen gähnende Leere herrscht, sollen Covid-19-Patienten besser verteilt werden. Beauftragt mit dieser Aufgabe wurde die Rega.

(mg) Als die erste Coronawelle über die Schweiz schwappte, füllten sich die Spitäler in der Schweiz sehr unterschiedlich. Während man in einigen Kantonen überlastet war, war man andernorts unterbeschäftigt. Das soll bei einer zweiten Welle verhindert werden. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, haben die Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) und der Koordinierte Sanitätsdienst des Bundes die Rettungsflugwacht Rega beauftragt, das Betten-Management im Ernstfall zu übernehmen.

«Es war für uns die wichtigste Lehre aus der ersten Welle, dass diese unterschiedlichen Belegungszahlen vermeidbar sind», begründet Hans Pargger in der Zeitung diese Massnahmen. Pargger ist Leiter der Intensivstation des Universitätsspitals Basel und Delegierter der SGI und hat am Konzept mitgearbeitet. In diesem Konzept seien vier Stufen festgeschrieben. Die Rega regt ab Stufe Zwei Patientenverlegungen an. Diese tritt ein, sobald in einer der Regionen die Intensivstationen zu 80 Prozent ausgelastet sind und ein Fünftel dieser Betten mit Corona-Patienten belegt sind.

Insgesamt wurde die Schweiz in sieben Grossregionen aufgeteilt: Region Genfersee, Espace Mittelland, Nordwestschweiz, Kanton Zürich, Ostschweiz, Zentralschweiz und Tessin. Die Rega selbst schreibt gegenüber der «NZZ am Sonntag»: «Mit knapp 70 Jahren Erfahrung in der schweizweiten Koordination von Luftrettungen sowie profunden Kenntnissen der Spitallandschaft ist die Rega prädestiniert für diese Aufgabe zugunsten der Schweizer Bevölkerung.»

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