Sonntagszeitungen
Die Impfung kommt im Januar, heisst es - Hoffnung auch für die Stadthotels: Dort ist die Situation «dramatischer als befürchtet»

Bereits im Januar könnte man impfen, so Virginie Masserey, Leiterin Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit. Eine Meldung die hoffen lässt. Für die Winterferien kommt die Impfung allerdings zu spät. Und so ist die Situation für die Stadthotels auch jetzt wieder dramatisch - der Blick in die Sonntagszeitungen.

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In die Städte will besonders zur kalten Jahreszeit niemand. (Symbolbild)

In die Städte will besonders zur kalten Jahreszeit niemand. (Symbolbild)

KEYSTONE/URS FLUEELER

Bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres sollen Menschen in der Schweiz gegen Covid-19 geimpft werden. «Die Kantone treffen Vorbereitungen, ­damit es im Januar losgehen kann», sagt Virginie Masserey, Leiterin Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit, im Interview mit der “NZZ am Sonntag”.

Die Impfaktion soll sechs Monate dauern und müsste folglich im Sommer abgeschlossen sein. Die Verteilung organisiert jeder Kanton für sich, in der ersten Phase findet sie konzentriert in den grossen Zentren statt.

Geplant seien bis zu 70000 Impfungen pro Tag, sagt Masserey: «Wir möchten sechs Millionen Menschen impfen können – oder alle, die das wünschen.» Allerdings werden nicht alle Kantone im Januar bereit sein, mit Impfungen loszulegen, wie eine Umfrage zeigt.

Während einige Kantone noch festlegen müssen, wo geimpft werden soll, suchen andere Fachpersonal. Im Januar zu beginnen, sei «sehr sportlich», sagt Lukas Engelberger, der Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren.

Die Impfung ist vor allem Hoffnung für alle jene, die unter der Corona-Krise leiden. Wie die Hotels. Denn während die Bergkantone froh sind, dass die Schweizer weiter Ski fahren dürfen, zeigt sich in den Städten ein trauriges Bild.

Die Stadthotellerie trifft es härter als befürchtet

Weihnachten steht vor der Tür, die Schweiz beschäftigt sich mit den Winterferien, aber in die Städte will niemand, das berichtet der SonntagsBlick. Da bringen auch die Festtage keine frohe Botschaft.

«Die Situation in den Städten ist dramatischer als befürchtet», sagt Andreas Züllig (61), Präsident von Hotelleriesuisse: «Noch tiefer kann das Buchungsniveau fast nicht sinken.»

Der Winter gehört hier zur Nebensaison. City-Hotels leben zu dieser Jahreszeit von Weihnachtsveranstaltungen, Events und Kongressen. In Bern sorgen sie normalerweise für 75 Prozent der Übernachtungen, auch Luzern und Zürich sind darauf angewiesen.

Doch mit Beginn der zweiten Welle wurden mehr und mehr Veranstaltungen abgesagt. Die ohnehin schwierige Situation der Stadthotellerie spitzt sich weiter zu. (has)