Mit einer Online-Petition wollen SP-Politiker Sarah Akanji, Cédric Wermuth und Mattea Meyer das SRF dazu bringen, mehr Live-Übertragungen der Frauenfussball-WM zu zeigen.

Das Schweizer Radio und Fernsehen überträgt gemäss eigenen Angaben 25 der 52 Spiele der FIFA Frauen-Wm live. «Das sind mehr Livespiele denn je bei einer Fussball-WM der Frauen», so Susan Schwaller, Chefredaktorin von SRF Sport.

Schwaller führt zudem aus, dass das Interesse grösser gewesen wäre, hätten sich die Schweizer Nati der Frauen für die WM qualifiziert.

Den Vergleich mit den Deutschen Sendern ARD und ZDF, die alle Spiele übertragen, lässt die Sportchefin nicht gelten. «Der Vergleich hinkt. Im Unterschied zu den Schweizerinnen hat sich das deutsche Nationalteam für die WM-Endrunde in Frankreich qualifiziert.» Zudem habe der Frauenfussball in Deutschland eine weitaus grössere Tradition als in der Schweiz, erklärt Schwaller. Das deutsche Frauenfussballnationalteam gewann bereits acht Mal die Europameisterschaft und zwei Mal die Weltmeisterschaft.

Auch den Vorwurf, dass SRF dem Frauenfussball zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, widerspricht Schwaller. «Das Schweizer Radio und Fernsehen hat die Bedeutung des Frauenfussballs bereits vor längerer Zeit erkannt.»

1968 wurde der Damenfussballclub Zürich (DFCZ) gegründet.

1968 wurde der Damenfussballclub Zürich (DFCZ) gegründet.

1968 hat das SRF erstmals über Frauenfussball berichtet. 2005 folgte die erste Live-Übertragung des Schweizer Cupfinals der Frauen. Das Endrundenturnier 2015 in Kanada war die erste Frauen-WM, die SRF live im Fernsehen zeigte. 2017 war die Fussball-EM der Frauen in den Niederlanden auf SRF zwei im Programm. Beide Turniere fanden mit Schweizer Beteiligung statt. Zudem zeigt SRF alle Spiele des Frauennationalteams live im Fernsehen oder als Livestream, alle vier Schweizer Barrage-Spiele zur FIFA Frauen-WM 2019 in Frankreich übertrug SRF im TV. Darüber hinaus war der Cupfinal 2019 zwischen YB-Frauen und FC Zürich Frauen live im Fernsehen zu sehen.

(ohe)