Lohr kritisiert in der Zeitung "Der Sonntag": «Frauen werden unter gewaltigem Druck stehen, diesen Test zu machen – und dann, wenn das Resultat anzeigt, dass ihr Kind behindert sein könnte, das Kind nicht auf die Welt zu bringen». Er befürchtet längerfristig gar, dass die Krankenkassen nicht mehr zahlen werden, falls eine Frau in Kauf nimmt, ein behindertes Kind zu gebären. Lohr: Die Gefahr wächst, dass die Gesellschaft der Meinung ist: Behinderungen lassen sich vermeiden.» Der Down-Syndrom-Test sei nur eines von vielen Beispielen. Behinderte würden in der Schweiz diskriminiert, sagt Lohr, der ohne Arme und mit missgebildeten Beinen zur Welt kam. Er reicht im Parlament zwei Vorstösse ein, wie er dem "Sonntag" sagt: Lohr verlangt vom Bundesrat, dass dieser verhindert, «dass Versicherungen gewisse Tests als Voraussetzung für einen Versicherungsabschluss voraussetzen». Und er fordert eine umfassende Behindertenpolitik. Heute sei vieles «Flickwerk». Die Schweiz könne weltweit zu einem Pionierland werden.
Der 50-jährige Politiker  mit seinem Assistenten Daniel Lauterbrug in den Nationalratssal.

Chrisitan Lohr, Nationalrat ausd dem Thurgau

Der 50-jährige Politiker  mit seinem Assistenten Daniel Lauterbrug in den Nationalratssal.