Schweiz

Club-Betreiber muss lachen über neue Corona-Regeln: «Wir machen um Mitternacht erst auf!»

Tanzen in der Disco ist wieder erlaubt, wenn man seinen Namen angibt. Aber lohnt sich der Betrieb nur bis Mitternacht?

Tanzen in der Disco ist wieder erlaubt, wenn man seinen Namen angibt. Aber lohnt sich der Betrieb nur bis Mitternacht?

Disco-Betreiber rätseln über ihre Zukunft. Jetzt schon lässt sich sagen, dass es sich wirtschaftlich kaum lohnen wird, aufzumachen. Kommt nun der Day Rave?

Ab dem 6. Juni dürfen auch Diskotheken und Nachtclubs wieder öffnen. Allerdings unter Auflagen. Es dürfen nicht mehr als 300 Personen pro Abend in einen Club, die Namen müssen registriert werden, und um Mitternacht ist Schluss.

Unklar ist zudem noch, in welchem Rahmen Getränke konsumiert werden dürfen. Für Gastro-Betriebe gilt eigentlich eine Sitzpflicht. Darf man nun das Bier mit auf die Tanzfläche nehmen oder nicht?

Club-Kommission hält am Donnerstag Kriegsrat

Es herrscht auch so eine gewisse Ratlosigkeit unter den Clubbetreibern. Die Schweizer Bar- und Clubkommission wird am Donnerstagvormittag erst einmal Kriegsrat halten und über die neuen Möglichkeiten diskutieren. Es stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, aufzumachen.

Nadia Zanchi vom Club Kiff in Aarau bezweifelt, dass es möglich ist, in diesem Rahmen einen wirtschaftlichen Betrieb aufzunehmen. Das Kiff wird denn vor der Sommerpause, die Ende Juni beginnt, nicht mehr aufmachen. Grundsätzlich seien aber kreative Lösungen denkbar. Etwa Tanzparties am Nachmittag, so genannte Day Raves.

«Uns wird sicher etwas einfallen»

Raphael Märki betreibt in Luzern den Club Kegelbahn. Er erfährt durch den Anruf aus der CH-Media-Redaktion von den neuen Regeln und muss lachen, als er von der Polizeistunde um Mitternacht hört. «Dann machen wir erst auf», sagt er. Er ist aber zuversichtlich, dass seinem Team etwas einfallen wird. Allerdings glaubt auch er nicht, dass sich das wirtschaftlich lohnen wird.

Meistgesehen

Artboard 1