Nach dem Ja der St. Galler zum Burkaverbot diskutieren Politiker – zumeist Christen und Männer – wieder landauf, landab, ob das nun richtig ist. Der Gesichtsschleier, das Verbot oder dass man damit Wahlkampf macht. Doch was denken die Schweizer Musliminnen über die Burka?

Nicht alle, die wir befragten, wollten das mit Namen tun. Eine 23-jährige Mazedonierin sagt: «Wegen der Sicherheit finde ich gut, dass das Gesetz in St. Gallen angenommen wurde. Denn man weiss nie, wer sich unter der Burka verbirgt. Ein Kopftuchverbot wäre etwas anderes, aber die Burka hat nichts mit der Religion zu tun.» Eine junge Ägypterin, die seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt, findet hingegen: «Jeder soll sich anziehen können, wie er will. Im Gegenzug darf man ja auch so wenig anziehen, wie man möchte.» Die 21-Jährige trug früher ein Kopftuch und sagt, sie habe es nun unter anderem deshalb abgelegt, weil der gesellschaftliche Druck immer grösser geworden sei.